Die Arbeiten am Projekt Hochwasserschutz und Revitalisierung der Emme vom Wehr Biberist bis zur Aare laufen plangemäss. Anfang April dieses Jahres fand der Spatenstich für die Arbeiten statt und gleich danach ein Tag der offenen Baustelle. Seither wurde die ehemalige Abwasserreinigungsanlage (ARA) der Papieri Biberist mit ihren Nebengebäuden rückgebaut.

Hier soll dereinst eine Verbreiterung der Emme entstehen. Die Klärbecken wurden abgebrochen, das Maschinenmagazin und die Gasstation ebenfalls. Das Maschinenmagazin war mit asbesthaltigen Eternitplatten verkleidet, die gelöst und fachgerecht entsorgt wurden. Rund 5'500 Kubikmeter Betonabbruch mussten entsorgt werden. Die Arbeiten sind nun abgeschlossen und im Herbst beginnen die Installationsarbeiten und Waldrodungen für die Deponiesanierungen.

Laut offiziellem Zeitplan dauern die Sanierungsarbeiten an den Deponien bis ins Frühjahr 2018. Als Erstes folgen die Arbeiten an der ehemaligen Kehrichtdeponie Rüti in Zuchwil. Hier wird mit 48'000 Kubikmetern belastetem Material gerechnet, das aufgrund der Zusammensetzung und der teilweise hohen Schadstoffgehalte vor der Entsorgung behandelt werden muss. In gleicher Weise wird bei der ehemaligen Kehrichtdeponie Schwarzweg in Derendingen vorgegangen. Dabei rechnet man mit 54'000 Kubikmeter Aushubmaterial.

Danach wird die Bioschlammdeponie in Biberist saniert. Dort sind mehrheitlich Ablagerungen des Klärschlamms aus der Abwasserreinigung der Papierfabrik Biberist zu finden. Es dürfte rund 19'000 Kubikmeter belastetes Material vollständig entfernt und einer thermischen Verwertung zugeführt werden.

Die Wasserbauarbeiten folgen dann in den Jahren 2018 bis 2021. Damit wird das Flussbett der Emme von heute 25 auf rund 40 Meter verbreitert. An einigen Stellen soll sich der Fluss eigendynamisch auf bis zu 60 Meter entwickeln können. Wo die Aufwertung für den Hochwasserschutz nicht reichen, werden Dammbauten errichtet. Die bestehenden Uferverbauungen werden saniert, ersetzt und ökologischer gestaltet. Mit den vorgesehenen Massnahmen wird der Hochwasserschutz gewährleistet und die Gewässerlandschaft aufgewertet. (rm)