Wahlen
Roth, Panzer und Wyss sind in der Amtei Solothurn-Lebern top

Drei Frauen sind in der Amtei Solothurn Lebern top: Franziska Roth, Anita Panzer und Brigit Wyss. Die SP gewinnt, die SVP verliert einen Sitz.

Wolfgang Wagmann
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Franziska Roth, Anita Panzer und Brigit Wyss

Franziska Roth, Anita Panzer und Brigit Wyss

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Nach dem Tiefschlag vor vier Jahren zeigte sich die SP dieses Wochenende recht gut erholt: Sie gewann einen der zwei verlorenen Sitze mit dem Grenchner Parteipräsidenten Remo Bill zurück und steigerte den Wähleranteil um zwei Prozentpunkte. Top gewählt wurde in der Amtei die auch fürs Solothurner Stadtpräsidium kandidierende Franziska Roth mit 6159 Stimmen.

Fast gleich ziehen konnte Feldbrunnens Gemeindepräsidentin Anita Panzer mit 5902 Stimmen vor der «Wahl-Lokomotive» der Grünen, Brigit Wyss, mit 5709 Stimmen. «Wir sind sehr erfreut über das Resultat», meinte SP-Amteiparteipräsident Philipp Jenni zum Sitzgewinn, aber auch zum Kantonsresultat, das die SP als zweitstärkste Partei bestätigt. «Wir konnten die Leute erreichen, trotz der leider sehr tiefen Stimmbeteiligung.»

Kantonsratswahlen Solothurn-Lebern 2009-2017

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Und besonders angetan ist Jenni, dass der Sitzgewinn mit Remo Bill in Grenchen realisiert werden konnte – «sein Engagement hat sich ausgezahlt und Grenchen ist besser als sein Ruf». Apropos Städte-Ranking: Von den 23 Kantonsratssitzen der Amtei hält Solothurn noch deren neun, Grenchen neu sechs – die Kantonshauptstadt hat damit ein Mandat eingebüsst, Grenchen trotz tiefer Stimmbeteiligung zwei dazugewonnen.

Die Personaldecke der SVP

Wunden lecken muss die SVP, die einen ihrer vier Sitze einbüsste. Offenbar war die ausgedünnte Personaldecke mit dem Verzicht der Bisherigen Thomas Eberhard, Leonz Walker und Fritz Lehmann der entscheidendende Faktor, wie auch Amteiparteipräsident Patrik Gfeller einräumt. «Wir waren angesichts der Abgänge skeptisch, aber ich bin froh, konnten wir wenigstens drei Sitze halten.»

«Gehalten» kann ebenfalls die FDP als Wahlergebnis verbuchen, auch wenn Amteiparteipräsident Christoph Scholl die Abwahl von Peter Brügger angesichts des bisherigen Engagements des Langendörfers als «Wermutstropfen» bezeichnet.

Nicht unerwartet machte für die FDP Unternehmer Simon Michel «seinen» Sitz genauso wie für die CVP Josef Maushart. Die Grünen verloren Wähleranteile; hielten aber ihre drei Sitze genauso wie die glp und BDP ihre Einer-Vertretungen.