Lommiswil

Risiken im Quelleinzugsgebiet: Wird die Gänselochquelle aufgegeben?

Das Reservoir am Forstweg in Lommiswil wurde 1933 mit dem Aufbau einer öffentlichen Wasserversorgung gebaut. Ab 1952 floss Wasser von der Gänselochquelle ins Reservoir.

Das Reservoir am Forstweg in Lommiswil wurde 1933 mit dem Aufbau einer öffentlichen Wasserversorgung gebaut. Ab 1952 floss Wasser von der Gänselochquelle ins Reservoir.

«Das Wasser hat unsere Gemeinde fest im Griff», schreibt Gemeindepräsident Norbert Häberle in einem Newsletter der Gemeinde. Der dramatische Ton hat seine Berechtigung, steht doch die Wasserversorgung der Gemeinde am Jurasüdfuss an einem Scheideweg.

Bis anhin bezieht Lommiswil sein Trinkwasser von der Gänslochquelle. Dort, ennet dem Berg in Gänsbrunnen, entspricht die heutige Grundwasserschutzzone nicht den gesetzlichen Minimalanforderungen. Gleichzeitig erfordert die Sanierung des Weissensteintunnels ein rasches Handeln, weil die Wasserleitung durch den Tunnel ebenfalls erneuert werden muss. Dies ist abhängig von der Machbarkeit einer Neuausscheidung der Schutzzonen Gänselochquelle.

Die Gemeindeversammlung hatte deshalb Kredite für hydrogeologische Abklärungen sowie einen Mehrfachmarkierversuch gesprochen. Die bisherigen Erkenntnisse stimmen aber nicht optimistisch, so der Gemeindepräsident. Es bestünden für die Trinkwassernutzung erhebliche Risiken im Quelleinzugsgebiet, die nicht oder nur mit einem wahrscheinlich unverhältnismässig hohen Aufwand beseitigt werden könnten. Da das Thema Wasser polarisiert, organisiert der Gemeinderat eine Informationsveranstaltung. Dort sollen die Erkenntnisse des Mehrfachmarkierversuchs sowie das weitere Vorgehen präsentiert werden.

Weil Lommiswil nicht davon ausgehen kann, dass eine weitere Ausscheidung der Grundwasserschutzzone für die Quelle möglich ist, hat der Gemeinderat zusammen mit dem Ausschuss Wasser einen Plan B verfolgt. So ist der Wasserbezug aus den Nachbargemeinden aufgrund der bereits vorhandenen Verbindungen eine «gut realisierbare» Alternative. (uby)

Öffentliche Infoveranstaltung, «Gänselochquelle – wie weiter?», Montag, 19. August, Dorfhalle , 19.30 bis 21.00 Uhr.

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