Seit dem 20. Juni ist die Baselstrasse in Feldbrunnen-St. Niklaus wegen Sanierungsarbeiten nur noch von West nach Ost passierbar. Das sorgt in der Nachbarsgemeinde für dunkelrote Köpfe. Schon am ersten Tag sprach man in Riedholz von «unzumutbaren Zuständen».

Als Sofortmassnahmen wurde die Waldturmstrasse als Einbahn markiert, was aber zu wenig Erfolg zeigte. Anfang Juli beschwerte sich der Gemeinderat Riedholz erneut und stellte beim Amt für Verkehr und Tiefbau den Antrag, die Möslistrasse in Feldbrunnen so rasch wie möglich für den Verkehrsfluss in Richtung Stadt Solothurn zu öffnen.

Als Begründung wurde die nicht mehr tragbare Situation in Riedholz, vor allem auch in Hinblick auf den Schulbeginn am kommenden Dienstag hingewiesen. Die Kinder seien wegen des Fluchtverkehrs massiv gefährdet.

An einer Sitzung mit allen beteiligten Stellen wurden verschiedenste Massnahmen diskutiert und beschlossen. Eines der Resultate: Die Sanierung der Baselstrasse soll schon Anfang November beendet werden, einen Monat früher, als geplant. Zusätzlich wird die Riedholzstrasse in Riedholz für den Durchgangsverkehr gesperrt. Velos und Mofas dürfen weiterhin durchfahren.

Als Letztes hat die Gemeinde Feldbrunnen zugestimmt, dass Einwohner aus Riedholz eine Durchfahrtsbewilligung für die Möslistrasse in Feldbrunnen erhalten – wie dies auch für die Einheimischen gilt. Das heisst, dass der Verkehr auf der Quartierstrasse um 250 bis 400 Fahrzeuge täglich zunehmen dürfte.

Das sei, so der Gemeinderat Feldbrunnen in einem Informationsschreiben an die Bevölkerung, immer noch besser, als die anbegehrte Öffnung der Quartierstrasse für schätzungsweise rund 5000 Fahrzeuge pro Tag. (rm)