Kostenvereinbarung
Riedholz will keinen Vertrag mit der Repla

An der Gemeindeversammlung von Riedholz stellte sich die Halter AG die neue Eigentümerin des Attisholz Areal Nord, vor. Auch wurde über die Kostenvereinbarung diskutiert.

Nadine Schmid
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Solothurn sei in der momentanen Situation der klare Profiteur, hiess es.

Solothurn sei in der momentanen Situation der klare Profiteur, hiess es.

Silvana Grellmann

Die Kostenvereinbarung mit der Repla Espace Solothurn wurde knapp abgelehnt. Von 65 stimmten 37 Stimmberechtigte dem Gegenantrag von Gemeinderat Stefan Ruch zu, den Vertrag nicht einzugehen. Ruch fand, dass die Vereinbarung in die falsche Richtung gehe. Der Profiteur sei in der momentanen Situation klar Solothurn, was er nicht unterstützen könne.

Die Beiträge sollten jedoch im Budget bleiben, ohne Vertrag, auf freiwilliger Basis. Vielleicht etwas speziell bei der Abstimmung: Der Gemeinderat hatte die Kostenvereinbarung im Vorfeld angenommen und den Antrag entsprechend formuliert, aber bei der Gemeindeversammlung knapp seine Ablehnung ausgesprochen. Dies sorgte auf der einen Seite für zwei irritierte Voten aus der Bevölkerung. «Wenn der Gemeinderat etwas beschliesst, so sollten daraufhin nicht noch einzelne Mitglieder dagegen sprechen oder einen Gegenantrag formulieren können», lautete eine Äusserung. Mehrheitlich wurde das Stellen des Gegenantrags jedoch als genehm betrachtet, wie ein kurzer Applaus in diese Richtung bekräftigte.

Weiter behandelte Anträge an der Gemeindeversammlung

- Die Vereinbarung zwischen dem Kanton Solothurn und dem Zweckverband Gruppenwasserversorgung Unterleberberg betreffend Wasserleitung Attisholz Süd wurde genehmigt.

- Das Reglement über die Organisation und Durchführung der Kontrolle von Feuerungsanlagen fand Zustimmung, genauso die Schaffung einer 30 Prozent-Stelle in der Bauverwaltung.

- Weiter wurden die Ergänzung im Gebührentarif (Anlassbewilligung) sowie die Ergänzung im Reglement über Grundeigentümerbeiträge und –gebühren angenommen.

Das Budget 2017 fand breite Zustimmung, und zwar sowohl die Erfolgsrechnung als auch die verschiedenen Investitionen. Alle diesbezüglichen Kredite wurden genehmigt.

Gemeindepräsidentin Jasmin Huber informierte zudem, dass die dritte geologische Untersuchung auf der «Weier»-Wiese abgeschlossen sei und nun auf eine Stellungnahme vom Amt für Umwelt gewartet werde. Die öffentliche Auflage zur Interstoffdeponie Attisholzwald ist für Mai 2017 geplant.

Neue Eigentümerin stellt sich vor

Die Firma Halter AG ist ein landesweit tätiges Immobilienunternehmen, das 1918 gegründet wurde und noch heute ein Familienunternehmen ist. Markus Mettler, CEO der Firma informierte die anwesende Bevölkerung. «Unser Credo ist es innovativ, nachhaltig und unternehmerisch zu agieren», erklärte er. Momentan laufen unter der Firma 300 Projekte. Realisiert wurde beispielsweise die Sportarena Allmend in Luzern. Das Attisholz habe grosses Potential mit seiner Lage direkt an der Aare und mit seiner industriellen Geschichte.

Vorteilhaft sei auch die Nähe zu Solothurn und die Ansiedlung der Biogen. Aus der Brache soll die «Vision Attisholz» werden, die 2040 abgeschlossen sein soll. Es soll ein Ort für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen werden, ein Ort, der vielfältiges unter einen Hut bringt: Das Wohnen, die Arbeit, das Gewerbe, die Forschung, das Leben und Erleben. Nach der Versammlung beim Apéro gab es noch Gelegenheit den Vertretern der Firma Halter Fragen zu stellen.

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