Riedholz
Kein Albino: Warum Muni-Kalb Franklyn ein weisses und nicht wie üblich ein rot-braunes Fell hat

Auf dem Attisholz-Areal lebt eine kleine Herde schottischer Hochlandrinder. Zwei Kälber kamen erst vor kurzem zur Welt. Chelsea ist rot-braun, wie ihre Eltern. Franklyn aber hat ein weisses Fell, wie auch ein Teil seiner Vorfahren.

Rahel Meier
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Die kleine Herde im Attisholz: Franklyn (geboren am 27. März) mit Mutter Freya, dazu Kälbchen Chelsea (geboren am 6. April) mit Mutter Carlotta und Duncan, der Vater der beiden Kälber.

Die kleine Herde im Attisholz: Franklyn (geboren am 27. März) mit Mutter Freya, dazu Kälbchen Chelsea (geboren am 6. April) mit Mutter Carlotta und Duncan, der Vater der beiden Kälber.

Harri Kunz

«Franklyn» heisst das drei Wochen alte weisse Munikälbchen, das zurzeit auf einer Weide im Attisholz-Areal lebt. Franklyn ist kein Albino, sondern der Nachkomme eines weissen Schottischen Hochlandrind-Muni.

Stammvater ist ein weisser Muni

Normalerweise haben die schottischen Hochlandrinder eine rot-braune Färbung. Es gibt aber auch Ausnahmen und andere Farben, wie Besitzer Samuel Flury (Niederwil) auf Anfrage erklärt. «Mein Vater hat 2001 mit der Zucht der Hochlandrinder begonnen, weil ihm die Tiere ausgesprochen gut gefielen. Er hatte damals eine rotbraune Kuh und einen weissen Muni. In den 20 Jahren seither gab es drei Mal ein weisses Kalb.» So war auch die Grossmutter von Franklyn weiss, während seine Mutter Freya die normale rot-braune Farbe hat.

Die schottischen Hochlandrinder werden ganzjährig im Freien gehalten. Sie sind genügsam und ernähren sich von Gras und Heu. Flury hat zurzeit 18 Tiere, die im Winter auf drei verschiedene Standorte aufgeteilt sind. Dort hat es auch einen Unterstand und sie werden gefüttert.

Im Sommer sind sie auf verschiedene Weiden in Riedholz und Niederwil verteilt. Auf der Weise im Attisholz sind zurzeit zwei Mutterkühe mit ihren Kälbern und ein Stier. In zwei bis drei Wochen wird die kleine Herde dann in die Nähe des Schöpferhofes in Riedholz umziehen.

Kälber kommen ohne Hilfe zur Welt

Die Kälber kommen ohne fremde Hilfe zur Welt. Samuel Flury hat noch keine einzige Geburt live miterlebt. Die Überraschung war darum gross, als er das weisse Kalb plötzlich auf der Weide entdeckte.

Obwohl Flury seine Tiere gerne hat, werden sie höchstens zweieinhalb Jahre alt. Dann werden sie in Selzach beim Metzger geschlachtet. Sie liefern zwar weniger Fleisch als die typischen Fleischrassen. Aber es sei Fleisch von glücklichen, freilebenden Tieren. Die Jungtiere würden zudem neun Monate bei ihren Müttern verbringen.