Derendingen

Revitalisierung: Schluchtbach soll wieder zurück ans Tageslicht

Der Schluchtbach wird heute kaum als Bach wahgenommen.

Der Schluchtbach wird heute kaum als Bach wahgenommen.

Mit der geplanten Überbauung des Emmenhof-Areals soll auch der eingedolte Schluchtbach revitalisiert werden. Mit der Umsetzung des Projekts gäbe es auch eine neue Fussgängerbrücke über dem Emmenkanal.

Weil die Gewässer in die kantonale Hoheit gehören, wurde der kantonale Erschliessungs- und Gestaltungsplan «Revitalisierung Schluchtbach» durch den Kanton aufgelegt. Eine Einsprache einer Privatperson ging dagegen ein, wie Corinne Stauffiger (Amt für Raumplanung) auf Anfrage erklärt. «Ich bin aber zuversichtlich, dass wir uns mit dem Einsprecher finden werden.»

Das Projekt – das auf Initiative der Emmenhof AG realisiert werden soll – sieht vor, dass der Schluchtbach auf einer Länge von 240 Metern revitalisiert und teilweise auch umgelegt wird. Die Immobiliengesellschaft möchte den Bach in die Umgebungsgestaltung der geplanten Grossüberbauung integrieren. Eine neue Fussgängerbrücke über den Emmekanal würde den direkten Weg von der Hauptstrasse her in das Areal ermöglichen.

«Der Schluchtbach ist für uns ein kleineres Projekt. Nichtsdestotrotz sind wir und das Amt für Umwelt immer an Revitalisierungen interessiert», so Stauffiger. Wenn Bauherrschaft und Gemeinde mit einer Revitalisierung einverstanden seien, dann nehme man das gerne in die Prioritätenliste auf. Bund und Kanton beteiligen sich an den Kosten.

Neuer Lebensraum

Der Schluchtbach verläuft fast vollständig auf dem Areal der Emmenhof AG. Mit der Revitalisierung soll die heutige Linienführung verändert werden. Die Betonhalbschale, in der der Bach fliesst, soll aufgebrochen werden. Vorgesehen ist, dass der Bach neu in einer 11 Meter breiten Uferschutzzone fliesst.

Bestehende Bäume und Sträucher werden zum Teil entfernt, gleichzeitig aber neue standortgerechte und einheimische Pflanzen gesetzt. Kleinere Aufweitungen, spezielle Strukturen, Wurzelwerk und Steine sollen neue Lebensbereiche für Fauna und Flora schaffen. «Das ist sicher nicht nur eine gestalterische Verbesserung des heutigen Zustandes, sondern auch eine ökologische Aufwertung», so Stauffiger weiter.

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