Subingen/Crémines
«Rettungsplan» für Raubtierpark steht – Baubewilligung für «Siky Park» fehlt aber noch

Die Pläne für den Umbau der Siky Ranch und damit die Rettung für den Raubtierpark von René Strickler stehen, die Baubewilligung fehlt aber noch. Der «Siky Park» soll 2018 eröffnet werden. Wann die Raubtiere aus Subingen umziehen, ist noch offen.

Noëlle Karpf
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René Strickler hat bald wieder mehr Zeit für seine Tiere.

René Strickler hat bald wieder mehr Zeit für seine Tiere.

zvg

«Das ist ein grosser Tag», freut sich René Strickler. Jahrelang hat er nach einem neuen zu Hause für die Löwen und Tiger aus seinem Raubtierpark in Subingen gesucht. Im Februar diesen Jahres wurde der Rettungsplan bekannt gegeben: Der Umzug in die Siky Ranch in Crémines.

Der Raubtierpark hat die Ranch diesen Monat übernommen. Am Dienstag stellten Vertreter von Raubtierpark und Siky Ranch die Pläne vor. Bevor die Raubtiere in den Berner Jura umziehen, muss die Ranch noch umgebaut und saniert werden. Die Verantwortlichen sind sehr optimistisch. Die Baubewilligung für das Projekt fehlt aber noch.

Überzeugt von der Idee des «Siky Parks» mit Falknerei und Raubtieren: Werner Ballmer und René Strickler (von links).
5 Bilder
v.l. Marc Zihlmann, Christoph Keller, René Strickler, Werner Ballmer und Carole Ristori
Der «Siky Park» soll 2018 eröffnet werden. Kostenpunkt des Umbaus: Rund vier Millionen Franken.
Marc Zihlmann, Betriebsleiter des «Siky Parc»
Carole Ristori Gemeindepräsidentin Crémines: «Wir sind sehr zufrieden mit dem Projekt. Schliesslich profitiert nicht nur die Gemeinde, sondern die ganze Region davon.»

Überzeugt von der Idee des «Siky Parks» mit Falknerei und Raubtieren: Werner Ballmer und René Strickler (von links).

Hanspeter Bärtschi

Umbau zum «Siky Park»

Momantan hausen Waschbären und Ziegen in Crémines. In der Vergangenheit gab es bereits Raubkatzen in der Siky Ranch. Damals äusserte der Tierschutz jedoch Kritik wegen zu kleinen Gehegen. Nun planen die Verantwortlichen Gehege «nach den neusten Standards» artgerechter Tierhaltung. Gleichzeitig soll die Ranch zu einem modernen Park mit Falknerei und Haustierranch werden.

Die Gesamtübersicht des Vorprojekts

Die Gesamtübersicht des Vorprojekts

zvg

Auch das Restaurant wird saniert. «Das Vorhaben ist im Rahmen der vorbestehenden planungs- und baurechtlichen Grundlagen grundsätzlich machbar», so Daniel Wachter, Vorsteher des Berner Amtes für Gemeinden und Raumordnung.

Die Baubewilligung sollte im Verlaufe diesen Jahres erteilt werden können. Der zuständige Berner Regierungsart Christoph Neuhaus spricht sich ebenfalls für das Projekt aus: «Die Tiere von Strickler kriegen ein neues zu Hause - gleichzeitig wird die Siky Ranch aufgewertet.»

Geld für Projekt zusammen

Der «Siky Park» soll 2018 eröffnet werden. Kostenpunkt des Umbaus: Rund vier Millionen Franken. Finanziell sei man abgesichert, versichert Werner Ballmer, Verwaltungsratspräsident der Raubtierpark Subingen AG. Letzten Sommer hätten die Aktionäre der Gesellschaft das Geld beisammen gehabt, um das halbe Grundstück in Subingen für sechs Millionen Franken zu kaufen.

So soll die Tigeranlage im Siky Parc aussehen

So soll die Tigeranlage im Siky Parc aussehen

zvg

Diese Aktionäre investieren nun in den «Siky Park». Vor dem Kauf der Ranch sprach Ballmer nicht nur von Umbau, sondern auch von Ausbau des Areals. Dazu will er sich nicht mehr äussern: «Im Moment konzentrieren wir uns auf diese erste Projektphase.» Dass der Kanton Bern den Umbau noch nicht unterschrieben hat, beunruhige ihn nicht.

Umzugsdatum verschoben

Auch Strickler ist optimistisch. «Die Zukunft meiner Tiere ist endlich gesichert.» Seit 2009 suchte er nach einer Lösung. Damals wurde der Vertrag für den Raubtierpark in Subingen aufgelöst. Strickler ging vor Gericht, verlangte Mieterstreckung. Nun habe man mit dem Umbau und Umzug in die Siky Ranch den «Rettungsplan» gefunden. Ursprünglich sollten die Tiere im Herbst von Subingen nach Crémines ziehen.

Nun sagt Strickler: «Der Zeitpunkt des Umzugs ist noch unklar.» Er ist sich aber sicher, dass sich seine Tiere in der Ranch wohlfühlen werden. Strickler wird alle Tiere in den Siky Park mitnehmen. Danach gibt er sein Amt als Betriebsleiter des Parks ab. «Dann habe ich auch wieder mehr Zeit für meine Tiere.»

Helfer gesucht

In einem Flyer ruft die Siky Ranch Interessierte dazu auf, beim Umbau mitzuhelfen. «Das können Hobby-Handwerker, Gärtner oder Zimmermänner sein», erklärt Marc Zihlmann, welcher den «Siky Park» leiten wird. Für den Umbau habe der Park zwar verschiedene Firmen aus der Region engagiert. «Es gibt aber wahnsinnig viel zu tun - und viele Arbeiten sollten möglichst bald und gleichzeitig erledigt werden.» Dazu sollen nun auch Freiwillige mitanpacken. «Es haben sich schon viele Leute gemeldet», freut sich Zihlmann. (nka)