Biberist
Retten und löschen einst und jetzt

An der Hauptübung der Feuerwehr in Biberist wurde die Feuerwehrarbeit von vor 30 Jahren mit heute verglichen.

Agnes Portmann-Leupi
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Vor 30 Jahren wurde bei brennenden Autos Schaum zum Löschen eingesetzt –heute ist es Wasser.apb

Vor 30 Jahren wurde bei brennenden Autos Schaum zum Löschen eingesetzt –heute ist es Wasser.apb

Agnes Portmann

Mit heulenden Sirenen fuhren die Feuerwehrautos vor. Unter dem Motto «30 Johr spöter» symbolisierte die Feuerwehr an ihrer Hauptübung mit ihrem Kommandanten Patrick Doppler einen schlimmen Autounfall mit eingeklemmten Personen. Zudem brannte es in der Küche der obersten Wohnung des Blumenladens «myflower» an der Hauptstrasse. Bravourös lösten die Feuerwehrleute ihre Aufgabe mit modernsten Rettungsmethoden und aktueller Brandbekämpfung.

Wie die fast gleiche Hauptübung vor 30 Jahren ausgesehen hatte, verdeutlichte später im Feuerwehrmagazin der Film von Marcel Jäggi. Lichterloh brannten damals die Autos. «Dies ist aus Umweltschutzgründen nicht mehr möglich», sagte Übungsleiter Rolf Vogt. Schneebedeckt wirkte die Strasse im Film rund um den Unfall.

Heute werden Autos nicht mehr mit Schaum, sondern mit Wasser gelöscht. Veraltet ist zudem die Trennscheibe. Eingeklemmte Personen rettet die Feuerwehr mit hydraulischen Schneidgeräten. Diese ermöglichen ein dosiertes Arbeiten und verursachen zudem keinen Lärm, keine Funken und kein Vibrieren.

Die Rettungen und Abläufe erfolgten damals ähnlich, jedoch mit andern Geräten. Die seinerzeit verwendete Hebebühne wurde 2003 durch den Hubretter ersetzt. «Militärischer erwies sich vor 30 Jahren der Führungsstil, heute funktioniert das Ganze eher auf kollegialer Basis», informierte Rolf Vogt.