Zuchwil
Repla-Projekte werden weitergeführt

Die Delegiertenversammlung der Repla Espace Solothurn in Zuchwil verlief zügig. Diskussionen gab es einzig um den Betrag für den Spielplatz auf dem Weissenstein. Aber auch diese 50'000 Franken wurden genehmigt.

Rahel Meier
Drucken
Teilen
Auf dem Weissenstein soll ein Naturspielplatz gebaut werden. (Symbolbild)

Auf dem Weissenstein soll ein Naturspielplatz gebaut werden. (Symbolbild)

Alex Rudolf

In der Repla (Regionalplanungsgruppe) Espace Solothurn wird viel Grundlagenarbeit geleistet. Die verschiedenen Ausschüsse funktionieren bestens, wie die Tätigkeitsberichte für das vergangene Jahr zeigen. Viel Arbeit hatte der Ausschuss Agglomeration. So werden die Massnahmen für das Agglomerationsprojekt 2. Generation zurzeit umgesetzt, die Massnahmen der 3. Generation sind in der Prüfung beim Bund und die möglichen Massnahmen, die in der 4. Generation eingereicht werden könnten, werden bereits gesichtet und zusammengetragen.

Der Ausschuss «ländlicher Raum» hat sich im letzten Jahr dem äusseren Wasseramt gewidmet und zwei Projekte, die in einem Workshop erarbeitet wurden, sollen umgesetzt werden. Es geht dabei um eine ausbaufähige Informationsplattform für die Gemeinden, welche das Angebot an Naturschätzen, Vereinen und regionalen Produkten bekannt macht. Als Trägerschaft für die Umsetzung hat sich der Verein Pro Wasseramt angeboten, der damit auf ein neues Fundament gestellt werden könnte.

Datenbank aufbauen

Für das Projekt Arbeitszonenbewirtschaftung wurden die Grundlagen aufgearbeitet, analysiert und vorhandene Nutzungspotenziale grob überprüft. Fazit: Es gibt genügend Wohn- und Arbeitszonen in der Region. 2018 soll nun eine Datenbank aufgebaut werden, in der pro Gemeinde ein Faktenblatt mit unbebauten Arbeitszonen, Umstrukturierungsarealen und Mietobjekten erstellt wird.

Der Ausschuss für die Reorganisation Bevölkerungs- und Zivilschutz hat seine Arbeit abgeschlossen, die Organisation wurde Ende Februar gegründet. Abgeschlossen ist auch die Arbeit der Gruppe, die sich mit der Zukunft der Spitex befasste. Dies unter anderem auch, weil die Spitex-Organisationen ihre Zukunft lieber selbst planen möchten.

Abgeschlossen ist für den Moment die Arbeit des Ausschusses Kostenbeteiligungen. Ein Grossteil der Gemeinden hat den Vertrag mit der Repla unterschrieben. Nur eine einzige Gemeinde zahlt keine Beiträge. «Wir werden mit dem Gemeinderat wieder verhandeln», versprach Repla-Präsident Roger Siegenthaler an der Delegiertenversammlung am Montagabend.

Veloroute wird eröffnet

Unauffällig, aber stetig, arbeiten die Verantwortlichen im Bereich Siedlung und Landschaft. Rund 2,5 Mio. Franken fliessen dank der Projekte zurück in die Region.

Mehr oder weniger von alleine läuft auch die Arbeit im Ausschuss Langsamverkehrsoffensive LOS! Aufmerksam gemacht wurden die Delegierten auf die Eröffnung der Wasserämter Veloroute am Sonntag, 3. Juni, die mit diversen Festlichkeiten gefeiert wird. In den Bereichen Littering und Neophytenbekämpfung wird ebenso im gewohnten Rahmen der letzten Jahre gearbeitet. Im Witizentrum in Altreu wird die Neugestaltung der Umgebung Ost bald abgeschlossen.

Verbunden mit der Repla sind auch das Kofmehl und die Regiomech. Beide Institutionen haben ein erfolgreiches Jahr hinter sich und blicken zuversichtlich in die Zukunft.

«Was brauchen wir noch?»

Rechnung und Budget der Repla gaben nur zu sehr wenig Diskussionen Anlass. Mit dem Budget wurde ein Betrag von 25 000 Franken für das «Konzept regional bedeutender Sportanlagen» genehmigt. Damit sollen in einem ersten Schritt alle bestehenden Anlagen, die eine regionale Bedeutung haben, erfasst und inventarisiert werden. Erhoben wird auch, wer Träger der Sportstätte ist und wie oft diese genutzt wird. Wichtig ist dabei auch die Frage, ob in einer Anlage publikumsintensive Turnieranlässe und Wettkämpfe durchgeführt werden können. In einem zweiten Schritt soll dann frühestens ab 2019 festgestellt werden, ob Bedürfnisse für weitere Anlagen bestehen und wo und wie solche gebaut oder finanziert werden könnten. Stichworte dazu sind etwa der Bau einer 400-Meter-Anlage und das Bedürfnis nach einem Kunstrasen für Fussballspiele.

Mehr zu diskutieren gab der Beitrag von 50'000 Franken für den Spielplatz auf dem Weissenstein. Aus einigen Gemeinden erwuchs Opposition. Das sei keine Repla-Aufgabe, der Spielplatz koste mit den budgetierten 1,4 Mio. Franken übermässig viel, waren zwei der Argumente. Roger Siegenthaler machte klar, dass der Spielplatz zwar neben dem Kurhaus gebaut werden soll, aber öffentlich zugänglich sei und dort keine Konsumationspflicht bestehe. «Voraussetzung ist zudem, dass die Gemeinden keine Bettelbriefe mehr erhalten.»

Mit 33 Ja zu 13 Nein wurde der Kredit dann aber deutlich angenommen. Das Budget, das ein Defizit von 93 190 Franken vorsieht, wurde ebenfalls mit einer grossen Mehrheit angenommen. Das Defizit sei verkraftbar, meinte Geschäftsführer Reto Vescovi, da die Repla über ein Eigenkapital von rund 1 Mio. Franken verfüge. Die Mitgliderbeiträge bleiben auf dem gleichen Stand wie im letzten Jahr.

Roger Siegenthaler (Lüterkofen-Ichertswil) wurde einstimmig als Präsident der Repla wiedergewählt. Ebenso wurde der Vorstand gewählt, in dem es nur gerade eine Änderung ergibt. Roger Spichiger (Vizegemeindepräsident und Bauverwalter, Derendingen) ersetzt Kuno Tschumi bis zum Ende der Legislatur. Marcel Linder (Oekingen), der sein Gemeindepräsidium per Mitte Jahr niederlegt, hat auch als Rechnungsrevisor demissioniert. Für ihn rückt Simon Wiedmer (Kriegstetten) nach.

Mit neuem Namen

Im Anschluss an die statutarischen Geschäfte stellte Peter Riedweg die Standortförderung Espace Solothurn vor, die Nachfolgeorganisation von Innostep. Der Verein hat zum Ziel, die wirtschaftliche Entwicklung in den Mitgliedergemeinden zu fördern. Der Erhalt von besehenden Arbeitsplätzen sei heute aber ebenfalls ein wichtiges Thema.

Man hab einen Leistungsauftrag mit dem Amt für Wirtschaft abgeschlossen. Im laufenden Jahr soll die Zusammenarbeit mit den Gemeinden intensiviert werden. Man versuche zudem, sich einen Überblick über die Immobiliensituation zu verschaffen. Weiter werde die bestehende Homepage überarbeitet und aktualisiert.

Aktuelle Nachrichten