Seitdem der Stichtag für den Schuleintritt auf den Schulanfang verschoben wurde, haben viele Kinder Mühe mit dem Einstieg, weil sie noch sehr jung sind. So kommen häufig Anträge von Eltern, ihre Kinder noch ein Jahr zu Hause behalten zu dürfen. Der Gemeinderat stellte nun den Antrag an den Kanton, die Möglichkeit einer Repetition der Kindergartenklassen in die Leistungsvereinbarung aufzunehmen. So könnten sich die Eltern eher für eine Einschulung entschliessen, vermutete Gemeindepräsident Kuno Tschumi. Wenn es nicht klappen sollte, könnte ein Jahr wiederholt werden. Auch andere Wasserämter Gemeinden hätten diese Forderung gestellt.

Doch der Kanton hat dafür kein Musikgehör. Die rechtlichen Grundlagen würden fehlen, hiess es. Ein weiterer Antrag seitens der Gemeinde fand ebenfalls keine Billigung, nämlich Heilpädagogikstunden nach Bedarf in Schulhilfestunden umzuwandeln, um dafür Subventionen zu erhalten. Mit geringfügigen Änderungen bleibt jedoch die gut bewährte Sonderregelung betreffend Blockzeitenmodell bestehen. Der Gemeinderat verabschiedete die Vereinbarung einstimmig zuhanden des Kantons. Gleichzeitig ergänzte er den Leistungsauftrag an die Schulleitung mit den Sonderregelungen bezüglich Kindergarten und Schulhilfestunden auf Kosten der Gemeinde.

Ökostrom wird wenig genutzt

Die Rechnung der EWD weist mit einem Gewinn von 876 000 Franken ein ausgezeichnetes Ergebnis auf. Erfreut zeigte sich Verwaltungsratspräsident Michael Käsermann auch, dass eine weitere Tarifsenkung erfolgen konnte. «Wir sind nicht mehr die teuersten», betonte er. Ernüchtert ist Käsermann darüber, dass nur 8,16 Prozent der Einwohner und Einwohnerinnen erneuerbare Energie beziehen. Dabei mache die Preisdifferenz von «Däredinger-Sunnestrom» gegenüber herkömmlichem Strom jährlich nur rund 30 bis 40 Franken pro Haushalt aus, schätzte er.

Keine Unfälle riskieren

Die Verlängerung des Trottoirs am Meisenweg bis zum Amselweg kostet 54'000 Franken. Davon kommen für die Gemeinde 90 Prozent an Perimeterbeiträgen zurück. Für die Anwohner würde dies Kosten generieren, die jedoch teilweise durch eine Landentschädigung von 200 Franken pro Quadratmeter wettgemacht würden. Der Gemeinderat fragte sich, ob ein Trottoir überhaupt notwendig sei, da dort inzwischen ein Fahrverbot mit Zubringerdienst und Tempo-30-Zone eingeführt worden ist. Es führen höchstens Zügelwagen durch oder Lastwagen, die von der AGEA Kull AG her kommen. Markus Zwygart gab zu bedenken, dass man nicht einen Unfall in Kauf nehmen sollte, nur weil man 54'000 Franken sparen wolle. Der Rat beschloss einstimmig, die Trottoirverlängerung auszuführen.

Die Sanierung der Rosengasse wird auf nächstes Jahr verschoben. Gleichzeitig mit der Sanierung des schadhaften Belags war eine Innensanierung der Kanalisation vorgesehen, ein sogenanntes «Inlining». In Anbetracht des hohen Alters der Leitungen sei dies eventuell wegen versetzter Rohrmuffen technisch gar nicht möglich, vermutete Roger Spichiger. Zudem würde dies nichts zur Verbesserung der Rohrstatik beitragen. Die Gefahr, dass die Kanalisation nach 15 Jahren wieder repariert werden müsste, wäre gross, gab er zu bedenken. Mit zusätzlichen Kosten von 70 000 Franken können die Leitungen komplett ersetzt werden. «So halten sie wieder 80 Jahre», ist Spichiger überzeugt.