Es gibt eine Geldstrafe, aber ins Gefängnis muss der 31-jährige Mazedonier nicht, der im Oktober 2014 in Gerlafingen ungebremst in einen Elektrorollstuhl gefahren ist.

Dabei wurde ein 67-jähriger IV-Rentner schwer verletzt. Später verstarb dieser im Spital.

Das Amtsgericht Bucheggberg-Wasseramt verurteilte am Freitag nun den Unfallfahrer wegen fahrlässiger Tötung zu einer teilbedingten Geldstrafe von über 8000 Franken und zu einer Busse von 900 Franken. Der Staatsanwalt hatte eine Freiheitsstrafe von 16 Monaten gefordert.

Geldstrafe für tödlichen Elektromobil-Unfall in Gerlafingen

Geldstrafe für tödlichen Elektromobil-Unfall in Gerlafingen

2014 fuhr ein Mazedonier einen gesundheitlich Angeschlagenen im Elektromobil auf der Hauptstrasse an. Weil dieser verstarb, muss der Täter nun 8000 Franken bezahlen.

Der Beschuldigte hätte den beleuchteten Elektrorollstuhl sehen können und müssen, sagte Staatsanwalt Claudio Ravicini gegenüber dem Regionalfernsehsender Tele M1. Der 31-Jährige habe den IV-Rentner aus Unaufmerksamkeit aber nicht bemerkt.

Der Unfall war an einem nebligen und regnerischen Oktobermorgen auf der Kriegstettenstrasse in Gerlafingen passiert. Der Verteidiger hatte erfolglos auf Freispruch plädiert. Er argumentierte, dass nicht zuletzt auch der schlechte Gesundheitszustand des Opfers zum Tod geführt habe.

Der Unfallfahrer kann sich heute nicht mehr erklären, warum er das Opfer nicht gesehen hat. Der 31-jährige Familienvater fiel aber auch nach dem Unfall noch durch Geschwindigkeitsübertretungen auf. (szr)