Raubtierpark
René Strickler will nun die halbe Parzelle kaufen oder in Siky Ranch umziehen

Es gibt neue Pläne, was René Strickler und seinen Raubtierpark in Subingen betrifft. Entweder will er die Hälfte der zum Verkauf stehenden Parzelle kaufen oder als Plan B mit seinen Tieren in die Siky Ranch in den Berner Jura umziehen.

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René Strickler hat angeblich das Geld zusammen, um die Hälfte des zum Verkauf stehenden Areals zu kaufen.

René Strickler hat angeblich das Geld zusammen, um die Hälfte des zum Verkauf stehenden Areals zu kaufen.

bar/key

René Strickler habe in den vergangenen Monaten «intensiv versucht», für seine Raubtiere die zukünftige Standortfrage zu lösen, teilt die Raubtierpark Subingen AG am Donnerstag mit.

Im Vordergrund steht für die AG nach wie vor der Kauf des Grundstücks in Subingen. Und hier gibts Neuigkeiten: «Es konnte jetzt eine Gruppe Schweizer Investoren gefunden werden, die bereit ist, die finanziellen Mittel zum Erwerb der Hälfte der insgesamt 50'000m2 grossen Landparzelle zur Verfügung zu stellen. Damit könnte der Raubtierpark der derzeit rund 16'000 m2 beansprucht in Subingen bestehen bleiben.»

Wie Werner Ballmer, Verwaltungsratspräsident der Raubtierpark Subingen AG, auf Anfrage ausführt, wäre das Problem gelöst, «wenn die Espace Real Estate interessiert wäre, die Hälfte des Landes zu verkaufen». Ballmer spricht von «nicht einfachen Verhandlungen».

Victor Schmid, der Kommunikationsbeauftragte von Grundeigentümerin Espace Real Estate AG, erklärt auf Anfrage: «Aus unserer Sicht hat sich die Lage nicht verändert.» Aktuell würden keine Verhandlungen zum Verkauf des Grundstückes mit René Stricklers Raubtierpark Subingen AG stattfinden. Eine Aufteilung des Grundstückes könne sich die Espace Real Estate AG im Übrigen nicht vorstellen, so Victor Schmid.

René Strickler und sein Raubtierpark: Eine bewegende Geschichte
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2003 mietet Strickler für fünf Jahre ein Gebäude sowie rund 6000 Quadratmeter Land in Subingen. Eigentümerin des Geländes ist die Espace Real Estate Holding AG.
2005 muss er ein neues Baugesuch einreichen Es kommen immer wieder neue Gehege und Gebäude dazu, die auf einen permanenten Raubtierpark hindeuten.
Wie finanziert sich ein Raubtier-Themenpark? 2007 erhält Strickler zwar die Bewilligung, in Dompierre (FR) einen 42'000 Quadratmeter grossen Raubtierpark-Themenpark zu bauen, die Finanzierung des 35-Millionen-Projekts ist jedoch nicht gesichert.
2008 wird der Mietvertrag noch einmal für drei Jahre verlängert Die Zukunft der Raubtiere scheint wenigstens für eine Weile gesichert.
Im August 2009 wird jedoch bekannt, dass der Mietvertrag vor Monaten gekündigt wurde. Wohin nun mit den Tieren?
Im Januar 2010 erreicht René Strickler eine Mieterstreckung für drei weitere Jahre Die Raubtiere, darunter auch seltene Exemplare wie dieser weisse Tiger mit Namen Arisha, und die 50 kleineren Tiere, wie Hasen, Schweine oder Ziegen sind noch einmal um eine Räumung herum gekommen.
2013 fordert Strickler vergeblich eine weitere Mieterstreckung um drei Jahre. 2014 einigt er sich vor der Zivilabteilung des Richteramts Bucheggberg-Wasseramt auf einen Vergleich für die Räumung des Raubtierparks auf Ende 2015.
Demo für Raubtierpark 200 Tierfreunde bekunden im März ihre Solidarität für René Stricklers Raubtierpark. Dieser muss das Gelände bis Mitte Juli geräumt haben. (20. März 2016)

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Urs Lindt

Plan B vorhanden

Der Kauf der Hälfte der Parzelle wäre die Wunschlösung für René Strickler. Er hat mit seinem Team aber auch an einem Plan B gearbeitet. «Wir haben in den vergangenen Monaten acht Standorte genauer evaluiert», führt Ballmer aus. Die beste Zukunft wird im Standort Siky Ranch im Berner Jura (Crémines) gesehen.

«Es haben intensive Gespräche mit der Gemeinde Crémines und dem Kanton Bern stattgefunden», sagt Ballmer. Zu den Fragen der Raumplanung will Ballmer derzeit noch keine Stellung nehmen.

Der Standort hat für die Raubtierpark Subingen AG am meisten Vorteile:

  • In Crémines soll die Zonenfrage zeitnah lösbar sein.
  • Raubkatzen könnten zusammen mit Raubvögeln und einheimischen Tieren die Siky Ranch zu einem attraktiven Ausflugsziel machen.
  • das Überleben der seit 45 Jahren bestehenden Siky Ranch könnte unterstützt und deren heute finanziell angespannte Situation gelöst werden.

«Priorität hat nach wie vor der Kauf des Landstücks in Subingen», sagt Werner Ballmer. Die Investoren würden sowohl den Landkauf in Subingen als auch das Projekt in Crémines unterstützen, erklärt er. Weitere Angaben zu den Geldgebern will er nicht machen.

Sollte es auch im Berner Jura nicht klappen, gäbe es noch eine Möglichkeit in der Ostschweiz sowie einen Vogelpark in Norddeutschland, erklärt Ballmer. «Es muss eine Infrastruktur vorhanden sein und die Lösung müsste kurzfristig realisierbar sein.» (ldu/lfl/uby)