«Das Gesundheitswesen bewegt sich, wir sind gesundheitspolitisch interessiert und wollen den Wandel aktiv mitgestalten.» Das sagen die beiden Diplomierten Pflegefachfrauen HF, Susanne Wigger und Rita Wüthrich. Ihr Ziel ist es, ihre Fachkompetenz und Stärken voll einzusetzen. Sie wagen daher den Sprung in die Selbstständigkeit und bieten ab Februar unter dem Namen «Regiocare/Woundcare» professionelle Pflege zu Hause an. Das Angebot der beiden Pflegefachfrauen, die eine langjährige und vielfältige Berufserfahrung aufweisen, beinhaltet Abklären des Pflegebedarfs, Beraten des Klienten sowie die Behandlungs- und Körperpflege. Sie stehen ebenfalls vermittelnd zur Seite, wenn weitere Hilfe notwendig wird.

Spezialgebiet Wundbehandlung

Susanne Wigger hat sich auf die Behandlung von akuten und chronischen Wunden spezialisiert. Dafür absolvierte sie am H-plus in Aarau (Höhere Fach- und Führungsschule von H+ Die Spitäler Schweiz) die Zusatzausbildung zur Diplomierten Wundexpertin SAfW. «Es gibt viele Ursachen für chronische Wunden, wie etwa Durchblutungsprobleme, Diabetes, Tumorerkrankungen», zählt Susanne Wigger auf.

Wundmaterialien gebe es eine Unmenge. Ein vertieftes Wissen sei unabdingbar, um in dieser Materialvielfalt das geeignetste Produkt für einen optimalen Heilungsverlauf anzuwenden. Die Fachfrau klärt auf, dass richtiges Material nicht mehr täglich gewechselt werden muss, sondern je nach Situation nur noch ungefähr ein- bis zweimal pro Woche. Das erspare Kosten, Zeit und Schmerzen. Der Wundverlauf wird von den Fachfrauen genaustens dokumentiert. Die Leistungen sind krankenkassenanerkannt.

Liebäugeln mit eigener Praxis

«Unsere Klienten, aber auch Angehörige und Ärzte haben immer die gleichen Ansprechpersonen», beurteilen die Fachfrauen die Vorteile ihres professionellen Zweierteams. Kontinuität in der Pflege durch dieselbe Pflegefachfrau fördere eine vertrauensvolle Beziehungsebene. Ihr Einsatzgebiet umfasst die Region Solothurn, Wasseramt, Bucheggberg und das angrenzende Bernbiet.

«Wir sehen uns nicht als Konkurrenz zu den öffentlichen Spitex-Organisationen oder andern freiberuflichen Pflegenden, sondern betrachten unser Angebot als Ergänzung», sagen Susanne Wigger und Rita Wüthrich. Vorerst wollen die Pflegefachfrauen mit bescheidenen Mitteln starten, ihr Ziel ist jedoch, mittelfristig eine eigene Praxis zu eröffnen.

Weitere Auskünfte: Susanne Wigger 079 576 38 25; Rita Wüthrich 079 576 38 27.