Zuchwil

Regiobank baut zwischen Coop und Migros – eine Garage muss wegziehen

Die neue Filiale der Regiobank leistet laut Raumplaner einen architektonischen Beitrag ans Zuchwiler Ortsbild. zvg

Die neue Filiale der Regiobank leistet laut Raumplaner einen architektonischen Beitrag ans Zuchwiler Ortsbild. zvg

Im Dorfzentrum Zuchwils entsteht ein markanter Neubau. Die Garage Allemann muss einen neuen Standort suchen.

Weil ihre Zuchwiler Filiale veraltet ist und den Ansprüchen nicht mehr genügt, will die Regiobank in Zuchwil ein neues Bankgebäude bauen. Machbarkeitsstudien für einen Umbau am alten Standort an der Hauptstrasse 48 überzeugten nicht, schreiben die mit dem Bauprojekt betrauten Branger Architekten aus Solothurn. Im Frühling 2013 hat die Regiobank deshalb eine Parzelle an der Hauptstrasse 58 gekauft. Dort, zwischen Migros und Coop an der Einmündung zum Flurweg, steht heute die Garage Allemann. Dieses Gebäude wird abgerissen. Falls die Garage nicht vorher auszieht, kann mit dem Bau der Regiobank frühestens im Frühling 2016 begonnen werden.

Strassenecke wird sicherer

Im ersten Stock werden die Schalterhalle und der Besprechungsraum untergebracht. Im zweiten Stock sollen zwei Wohnungen mit jeweils einem Innenhof entstehen. Die Wohnungen könnten auch zu Büros umfunktioniert werden.

Zuchwils Bauverwalter Peter Baumann lobt die Architektur des Neubaus. «Auch wenn sie einem vielleicht nicht unbedingt jedem gefallen mag». Das kantonale Amt für Raumplanung attestierte dem Bauprojekt eine «hohe architektonische Qualität», die einen Beitrag ans Ortsbild leiste. Die geschlossene Fassade sei architektonisch «sehr anspruchsvoll». Weil das Gebäude auf Stützen steht, wirke es leicht.

Der Vorteil ist laut Baumann, dass dank der Freifläche vor dem Gebäude der Vorplatz zugänglich ist. Damit entstehe eine Fussgängerzone, die heute eingeschränkt ist. Zudem werde die unübersichtliche Strassenecke sicherer gestaltet. Der Gemeinderat von Zuchwil hat die Auflage des Gestaltungsplans genehmigt.

Ein Drive-in-Bancomat

Zusätzlich zu einem gewöhnlichen Bancomaten wird es als Spezialität einen sogenannten Drive-in-Bancomaten geben. Diesen kann man bedienen, ohne aus dem Auto auszusteigen. Gemäss den Architekten werden Drive-in-Bancomaten vor allem ausserhalb der verkehrsreichen Zeiten genutzt. Es seien deshalb kaum zusätzliche Verkehrsprobleme zu erwarten. Ein gewöhnlicher Bancomat erzeuge eben auch Verkehr und würde stattdessen Parkplätze beanspruchen.

Und was passiert mit der Garage Allemann, die seit 20 Jahren im Dorfzentrum präsent ist? «Wir müssen zügeln», sagt Garagist Markus Allemann auf Anfrage. Wohin, sei noch nicht klar. «Wenn möglich, möchten wir in Zuchwil bleiben.» Neben dem Standort an der Hauptstrasse betreibt die Garage auch eine Werkstatt im Riverside Business Park auf dem ehemaligen Sulzer-Areal.

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