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Regio Energie soll in Langendorf die AEK ablösen

Die in Solothurn beheimatete Regio Energie darf künftig die Langendörfer mit Energie versorgen. Das letzte Wort hat aber die Gemeindeversammlung.

Die in Solothurn beheimatete Regio Energie darf künftig die Langendörfer mit Energie versorgen. Das letzte Wort hat aber die Gemeindeversammlung.

Die Netzpacht soll in Langendorf neu an die Regio Energie vergeben werden, das hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Grund dafür sind die Kosten. Weil die Strompreise der AEK stark gestiegen waren, beantragte die Elektrakommission letzten Sommer die Kündigung des Vertrags, um die Pacht neu auszuschreiben. Dies wurde vom Rat bewilligt, sodass die Elektrakommission nun in enger Zusammenarbeit mit «Schnyder Ingenieure» Offerten einholte.

Nur drei Angebote sind eingegangen, nämlich von der AEK onyx, der Genossenschaft Elektra Jegenstorf und der Regio Energie Solothurn. Die Angebote wurden durch «Schnyder Ingenieure» geprüft und in Zusammenarbeit mit der Elektrakommission in die Bewertungsmatrix eingearbeitet. «Es resultiert ein klarer Sieger», betonte Elektra-Ressortleiter und Ratsmitglied Thomas Anderegg. Er war in der Leitung des Geschäfts federführend, während sich Kommissionspräsident Daniel Odermatt aufgrund seiner Anstellung bei Regio Energie weitgehend raushielt und in den Ausstand trat.

Der Preis hat entschieden

Am höchsten gewichtet habe man mit 65 Prozent den Preis: «Dort hat die Regio Energie ganz klar gewonnen», so Anderegg. Da man die Strompreise für das nächste Jahr noch gar nicht kenne, wurde mit den letztjährigen Verbrauchszahlen zum diesjährigen Strompreis angefragt. In Bereichen Netzbetrieb und Netzunterhalt beispielsweise haben sowohl AEK als auch Regio Energie die Maximalpunktzahl erreicht, bei der Versorgungssicherheit ebenso. Bei den weniger hoch gewichteten Faktoren sei wiederum eine Differenz erkennbar, so biete die Regio Energie beispielsweise den besten Preis für Solarstrom.

Anderegg wies zudem darauf hin, dass die AEK nicht offeriert habe, was verlangt worden sei. Man habe nämlich das Standardprodukt verlangt, bei der AEK wäre dies blauer Strom, habe dann aber eine Offerte für grauen Strom bekommen. Trotz Bitte um Korrektur habe man keine Anpassung erhalten und deshalb mit diesen Beträgen gerechnet. «Am Resultat ändert dies nichts – im Gegenteil, dies zeigt, dass die Differenz zwischen der Regio Energie und der zweitplatzierten AEK eigentlich noch viel grösser wäre», so Anderegg.

Wie sich die Preise dann effektiv entwickeln, kann man nicht voraussehen – mehrmals fiel der Begriff «Kaffeesatzlesen». Dass nur drei Firmen offeriert haben, sei erstaunlich gewesen. Anderegg interpretierte dies so, dass die Initialkosten für die Netzpacht relativ hoch veranschlagt worden seien. Ziel ist es, dass die Messeinrichtungen künftig ins Eigentum der Gemeinde übergehen sollen. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für die Regio Energie aus, entscheiden wird dann aber die Gemeindeversammlung im Juni.

Regional vernetzen?

Zudem begrüsste der Gemeinderat die Bestrebungen der Jugendkommission, welche sich um die Neuorientierung der offenen Jugendarbeit kümmert. Bereits hat man die umliegenden Gemeinden zu einer Diskussion eingeladen, stiess auf offene Ohren und führt Gespräche. Könnte die Jugendarbeit regionalisiert werden? Das Zusammenlegen von personellen Ressourcen ermöglich Stellvertretungen, erlaubt die Berücksichtigung des Genderaspekts (Mann und Frau als Ansprechperson) und könnte die Jugendlichen, die sich im Raum Solothurn bewegen, besser abholen. So wären auch grössere Projekte mit Jugendlichen aus verschiedenen Dörfern möglich. Die Jugendkommission soll die Bestrebungen zur Klärung der Zukunft weiterführen und allenfalls mit umliegenden Gemeinden ein Konzept erarbeiten, auch darin war sich der Rat einig.

Im Weiteren informierte Gemeindeverwalter Kurt Kohl, dass die Jahresrechnung 2018 einen Ertragsüberschuss von 1,1 Millionen Franken verzeichnet und damit rund eine Viertelmillion besser abschliesst als budgetiert. Die Nettoinvestitionen sind mit zwei Millionen Franken hoch, davon betreffen 1,2 Millionen den Schulraum.

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