Luterbach will für die E-Mobilität vorbereitet sein und diese unterstützen. Für die beiden vorgeschlagenen E-Mobility-Ladesäulen könnten zwei Parkfelder auf dem Parkplatz östlich der Gemeindeverwaltung infrage kommen. Die Regio Energie will diese kostenlos zur Verfügung stellen. Allerdings, so die Diskussion im Gemeinderat, ist der Standort für dieses verlockende Angebot noch keinesfalls festgelegt. Bauverwalter Bernd Schultis war von der Regio Energie mit dieser Offerte angesprochen worden. Auf seine Nachfrage bei der AEK onyx AG, die bisher das Stromnetz in Luterbach gepachtet hat, ob sie ein ähnliches Angebot unterbreiten könne, wurde ihm mündlich mitgeteilt, dass die Gemeinde Kosten in Höhe von 5000 bis 10'000 Franken für den Bauaufwand übernehmen müsse. Der Wert einer Ladestation wird auf rund 25'000 Franken beziffert.

Ratsmitglied Hans Peter Schläfli drängte in dieser ersten rätlichen Stellungnahme zu Eile: «Wir müssen mit der Regio Energie schnell das Gespräch suchen und unser Interesse an diesem bevorzugten Angebot zeigen.» Denn ein «Pingpong»(Hans Rothenbühler) zwischen der Zuständigkeit von Kommissionen könne man sich jetzt nicht leisten. Deshalb wird sich laut Gemeindepräsident Michael Ochsenbein die Planungs- und Verkehrskommission (PUK) dieser Sache annehmen und Verbindung mit der Regio Energie aufnehmen. Gleichzeitig sollen noch mögliche alternative Standorte im Dorf geprüft werden.

Auch technisch soll alles den Regeln entsprechen. Dafür braucht es eine Machbarkeitsabklärung. Das Angebot der Regio Energie umfasst: eine Ladestation 22 kW, die Elektrozuleitung vom Verteiler bis zur Ladestation, die Baumeisterarbeiten fürs Fundament, die Kennzeichnung der beiden Parkfelder, Montage und Inbetriebnahme der Ladestation sowie deren Betrieb und Unterhalt. Auch die Abrechnung der Ladevorgänge würde per MOVE-System erfolgen. Luterbach würde ihre beiden Parkfelder für 10 Jahre zur Verfügung stellen. Christine Höhle machte sich indes Sorgen, dass die beiden durch Ladestationen dann dauerbelegten Parkfelder dem rege benutzten Parkplatz im Dorfkern fehlen.

Kommission will sich auflösen

Gemeindepräsident Ochsenbein bezeichnete es als grassierendes Phänomen, dass etliche kommunale Kommissionen einen Aufgabenschwund erleben und damit ihre Existenznotwendigkeit verlieren. Sei es durch Professionalisierung oder durch Verschiebung von Aufgaben in regionale und übergeordnete Zusammenschlüsse.

«Sicherheitschef» Hans Rothenbühler brachte es auf den Punkt: «Wir sind nur noch als Durchlaufkommission tätig.» Er beantragte die Auflösung der Sicherheitskommission, weil durch die Gründung der seit Jahresbeginn funktionierenden Zivilschutzorganisation Aare-Süd die Pflichten neu verteilt seien. Der Rat stimmte darin überein, dass keine Kommission um jeden Preis künstlich am Leben gehalten werden solle.

Gemeindekanzlei

Mit dem Stellenantritt der neuen Gemeindeschreiberin Christa Löffler am 1. Juli ergibt sich eine Neuorganisation in Kanzlei und Lehrlingswesen, was in der Summe eine leichte Pensenerhöhung von bisher 250 auf 260 Prozent bedeutet. Die Lohnkosten sinken allerdings von bisher rund 270'000 auf 259'500 Franken. Das Lehrlingswesen, das bis jetzt von Gemeindeschreiber Ruedi Bianchi betreut wurde, übernimmt Jacqueline Ettlin.