Luterbach
Regierungsrat genehmigt Bau der Biogen-Leitungen

Biogen hat dem Regierungsrat einen Erschliessungsplan für die Gas- und Prozesswasserleitung mit Rodungsgesuch vorgelegt. Dieser hat ihn gutgeheissen.

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Die geplante Ansiedlung von «Biogen» in Luterbach (Bildmitte) stärkt den Wirtschaftsraum Jurasüdfuss. Visualisierung/zvg

Die geplante Ansiedlung von «Biogen» in Luterbach (Bildmitte) stärkt den Wirtschaftsraum Jurasüdfuss. Visualisierung/zvg

Der Regierungsrat hat den Erschliessungsplan für die Gas- und Prozesswasserleitung Biogen mit Rodungsgesuch gutgeheissen. Dabei handelt es sich um die 1. Etappe bis zum Abwasser-Pumpwerk des Zase (Zweckverband der Abwasserregion Solothurn-Emme) östlich des Emmen-Kanals.

In einem zweiten Schritt wird später die Emme über- oder unterquert, damit die Leitung zu einer Vorbehandlungsanlage auf dem Zase-Areal beim Emmenspitz geführt werden kann. Der Neubau der Firma Biogen auf dem Areal Attisholz Süd erfordert die Erstellung einer Druckleitung für das in den Herstellungsprozessen anfallende Abwasser. Gleichzeitig setzt die Firma bei der Wärmeerzeugung auf Erdgas.

Das Leitungstrassee dafür wird mit der Prozesswasserleitung kombiniert und kommt zum Teil in Waldareal zu liegen. Das bedingt eine temporäre Rodung von 1425 Quadratmeter Wald.

Die Rodung wird bewilligt. Dazu hält das Amt für Wald, Jagd und Fischerei fest: Mit der Ansiedlung der Firma Biogen konnte eine Entwicklung eingeleitet werden, welche der kantonalen Bedeutung des Areals gerecht wird, und es werden damit viele Arbeitsplätze geschaffen, was einem öffentlichen Interesse entspricht.

Für die lediglich temporäre Rodung bestehen damit wichtige Gründe, die das Interesse an der Walderhaltung überwiegen. Zudem sei das Zase-Pumpwerk vollständig von Wald umgeben und die Beanspruchung von Wald daher unumgänglich. Dennoch muss eine Ausgleichsabgabe geleistet werden. Diese beträgt 6 Franken pro Quadratmeter temporär gerodete Walfläche, insgesamt also 8550 Franken.

Durch das Auengebiet

Die Leitung wird über mehrere Baugründe geführt. Der Abschnitt zwischen dem Fussballplatz und dem Abwasserpumpwerk der Zase tangiert beispielsweise ein Auengebiet von nationaler Bedeutung. Die Leitung führt auch über zwei Areale mit Altlasten. Dazu schreibt der Regierungsrat: Es ist nicht davon auszugehen, dass durch das Bauvorhaben ein Sanierungsbedarf entsteht. Eine spätere Sanierung wird zudem nicht wesentlich erschwert. (uby)