Biberist
Recycling-Theorie in Praxis umgesetzt: Schüler bereiten das Schulhaus für den Umbau vor

74 Biberister Siebtklässler bereiten das Bezirksschulhaus für den Umbau vor und erleben «Recycling» ganz bewusst.

Rahel Meier
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Umbau in Biberist: Die Schüler räumen das Bezirksschulhaus aus.
14 Bilder
 Alles muss raus.
 Regale müssen auseinandergeschraubt werden.
 Arbeit kann auch Spass machen.
 Der Eiffelturm in Biberist?
 Aber auch er muss raus.
 Danach wurde geputzt.
 Danach wurde geputzt.
 Klein und Gross haben mitgeholfen.
 Gar nicht so leicht.
 Sogar die Steckdosen müssen raus.
 Und alle Schubladen.
 Fleissige Arbeiter hat die Biberister Schule.
Umbau Bezirksschulhaus Biberist

Umbau in Biberist: Die Schüler räumen das Bezirksschulhaus aus.

Hanspeter Bärtschi

Im Rahmen ihrer Projektwoche «Zügeln und Rückbau» behandelten die Biberister Siebtklässler das Thema «Recycling». Dabei wurden Theorie und Praxis eng miteinander verknüpft. Weil das ehemalige Bezirksschulhaus umgebaut wird, musste das Gebäude vor den Sommerferien geleert werden.

So wurde die Projektwoche kurzerhand verschoben und in die letzte Schulwoche gelegt. «Der Grossteil der Schülerinnen und Schüler hatte grossen Spass an der Arbeit im Schulhaus. Wir sind auch besser vorwärtsgekommen, als wir dachten», meint Jürg Schädelin. Er ist einer der beteiligten Siebtklass-Lehrpersonen, ursprünglich Architekt und koordinierte deshalb einen Grossteil der Vorarbeiten.

Als Erstes musste Schulmaterial und Mobiliar zusammengepackt und ins Provisorium gezügelt werden. Dabei mussten sich Schüler und Lehrpersonen überlegen, was entsorgt werden kann, was nicht mehr gebraucht, aber weitergegeben werden kann, was im Depot eingelagert wird und was effektiv im Provisorium gebraucht wird. Danach stellte sich die Frage, welche Rückbauarbeiten die Schülerinnen und Schüler bewältigen können und in welcher Reihenfolge diese am besten ausgeführt werden. So wurden beispielsweise Fussleisten und Schränke demontiert, Pinnwände abgenommen, Trockenbauwände weggeschlagen, Gipsdecken entsorgt, Platten abgespitzt und gewisse Elektroinstallationen demontiert. Auch die Arbeitswege wurden definiert. Hinaus ging es immer durch den Haupteingang, hinein dann durch den Hintereingang.

«Die Schülerinnen und Schüler waren gefordert», so Schädelin. Sie mussten pünktlich sein, zuverlässig arbeiten, Verantwortung übernehmen, und gleichzeitig wurden die sozialen Kontakte gepflegt, indem in verschiedenen Gruppen gearbeitet wurde. Sechs Container à 40 Kubikmeter wurden mit Material gefüllt. Brennbares Material, Holz, Metall und Inertstoffe wurden fein säuberlich getrennt. «Material, das schadstoffbelastet ist, haben wir nicht angerührt. Das wurde vorgängig markiert und wird von Fachleuten entsorgt», erklärt Schädelin. Bei Unklarheiten waren zudem ein Vorarbeiter und ein Bauarbeiter des Unternehmens, das im Schulhaus arbeiten wird, vor Ort und halfen.

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