Biberist

Rechnungsergebnis ist «solide, aber nicht berauschend»

Das Rechnungsergebnis ist besser als das Budget.

Das Rechnungsergebnis ist besser als das Budget.

Die Rechnung der Gemeinde Biberist schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 72'084 Franken. Budgetiert war noch ein Aufwandüberschuss.

Bei einem Aufwand von 48,503 Mio. und einem Ertrag von 48,576 Mio. Franken resultiert in der Rechnung der Gemeinde Biberist ein Ertragsüberschuss von 72'084 Franken. Da ein Aufwandüberschuss von 375'400 Franken budgetiert war, ist dies eine Besserstellung von 447'484 Franken. Der Ertragsüberschuss wird dem Eigenkapital gutgeschrieben, dieses beläuft sich neu auf 15,415 Mio. Franken.

Gemeindepräsident Stefan Hug-Portmann bezeichnete das Ergebnis in der Gemeinderatssitzung als «solide, aber nicht berauschend». Das Budget sei von einem Aufwandüberschuss ausgegangen. «Zudem hat der Gemeinderat Nachtragskredite im Betrag von 1,6 Mio. Franken beschlossen. Die Rechnung hätte schlechter aussehen können.» Insgesamt sei die Ertragslage positiv und der Finanzhaushalt gesund.
Allerdings seien Wolken am Horizont zu sehen. «Wir müssen unsere Verschuldung im Auge behalten», so Hug.

Denn auch in den kommenden Jahren werde die Gemeinde weiter investieren. Das Geld dazu müsse am Kapitalmarkt beschafft werden. «Wir haben in der Zwischenzeit 49 Mio. Franken Schulden», so Hug. Mit dem Abbau der Schulden könne man wohl erst 2023 beginnen. Zusätzlich müsse wohl mit einem Einbruch bei den Steuererträgen der juristischen Personen und Mehrausgaben in der Sozialhilfe als Auswirkung der Coronakrise gerechnet werden.

Neue Bereichsleiterin hat ihre Arbeit aufgenommen

Hug-Portmann bedankte sich offiziell bei den Mitarbeitenden der Abteilung Steuern und Finanzen, die einiges an Mehrarbeit geleistet hätten. Seit letztem Herbst fehlt dort die Bereichsleitung. Aus diesem Grund half Peter Weibel, frisch pensionierter Finanzverwalter aus Derendingen, kurzfristig beim Abschluss der Rechnung. Gleichzeitig nützte Hug die Gelegenheit, Ines Stahel in der Sitzung zu begrüssen. Sie übernimmt die Abteilungsleitung und hatte am Montag ihren ersten Arbeitstag.

Lyla Khan (Verwaltungsleiterin) präsentierte darauf eine Zusammenfassung der Rechnung. In den Bereichen öffentliche Sicherheit (plus von 193'873 Franken), Bildung (219'775 Franken) und Kultur, Sport und Freizeit, Kirche (71'649) ist ein Minderaufwand zu verzeichnen. Einen Mehraufwand von 109'850 Franken gab es bei der Gesundheit. Diese Mehrkosten entstanden vor allem durch den Beitrag an die Pflegekostenfinanzierung und wegen der Restkostenfinanzierung und der Wegkostenpauschale bei der Spitex, die neu von der Gemeinde übernommen werden müssen. Bei der Sozialen Sicherheit war nur eine kleine Überschreitung von 26198 Franken zu vermerken.

Weniger musste im Verkehr ausgegeben werden (276'837 Franken). Dasselbe gilt für den Bereich Umweltschutz und Raumordnung (43'416 Franken) und für die Volkswirtschaft (8394 Franken). Eine Schlechterstellung musste der Gemeinderat bei den Steuern zur Kenntnis nehmen. Dies lag vorwiegend daran, dass zu optimistisch budgetiert wurde. Ausserdem wurden die Abgrenzungen der Steuereinnahmen neu geregelt. Dies dürfte sich auch in der Rechnung 2020 auswirken.

In der Investitionsrechnung wurde weit weniger ausgegeben (5,238 Mio. Franken), als budgetiert (8,501 Mio. Franken). Ein Grossteil der Investitionen ist allerdings nur um ein Jahr verschoben worden und fällt trotzdem an.

Hinweis: Die Gemeindeversammlung wird verschoben. Sie findet neu am 17. September in der Biberena statt.

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