«Dies ist ein einmaliger Betrag», erklärte Gemeindepräsident Patrick Schlatter eingangs der Sitzung. Hauptgrund hierfür seien die höheren Steuereinnahmen. Je nach dem könne in naher Zukunft über eine Steuersenkung diskutiert werden, sagte Gemeindeverwalter Fredy Schmitter, weil sich die Finanzen langsam, aber sicher erholen.

Bei der Primarschule kam es zu einem Mehraufwand von rund 86'000 Franken, vor allem weil es wegen zwei Mutterschaftsurlauben zu unvorhergesehenen Stellvertretungen im Lehrerkollegium gekommen ist. Auch für die Kreisschule wurden rund 80'000 Franken mehr ausgegeben als geplant. Zurückzuführen sei diese Tatsache darauf, dass die definitiven Schülerzahlen bei der Budgetierung jeweils noch nicht bekannt sind. Dadurch ist das Schuljahr nicht identisch mit dem Rechnungsjahr. Auch beim Friedhof gab es wegen der Rückstellung für das Gemeinschaftsgrab höhere Kosten.

Diverse Kostenunterschreitungen

Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt 337 Prozent, im Vorjahr lag dieser bei 69 Prozent. Wenn der Selbstfinanzierungsgrad unter 100 Prozent liegt, kommt es zu einer Neuverschuldung. Je grösser der Selbstfinanzierungsanteil, desto grösser sind die Möglichkeiten, Investitionen zu verwirklichen. Der Selbstfinanzierungsanteil von Oberdorf beträgt 14,7 Prozent und sei im mittleren, verantwortbaren Bereich. In der Rechnung 2014 lag er noch bei 8,7 Prozent. Dazu sind die Spezialfinanzierungen positiv ausgefallen und ermöglichen neue Investitionen.

Das Wasserleitungs- und Abwasserprojekt in der Investitionsrechnung war rund 160'000 Franken günstiger als erwartet. Das vom Gemeinderat vorgeschlagene Projekt wurde vom Kanton abgeändert. So wurden mehr Leitungen verlegt, die entsprechend mehr kosteten, dafür konnte beim Abwasser unerwartet eingespart werden. Genauso gab es bei der Innenbeleuchtung des Schulhauses eine Kostenunterschreitung. Dafür kostete die Beleuchtung der Weissensteinstrasse mehr als erwartet.

Da der Kanton mit der Überprüfung des Leitbilds länger braucht, wird dieses nicht rechtzeitig zur Gemeindeversammlung vom 13. Juni vorliegen. Zum Hallenbad gab es Reklamationen, da die Aufsichtsperson jeweils nur bis zu maximal 16 Gästen einlässt. Der Gemeinderat möchte sich dieser Sache nun annehmen und sie besprechen.