Von den natürlichen Personen kamen 200'000 Franken, von den juristischen Personen 124'000 Franken mehr Steuern herein als budgetiert, zeigte Finanzverwalter Géo Voumard an der Gemeinderatssitzung auf. Die Kapital- und Grundstückgewinnsteuern überschritten das Budget um 42'000 Franken. Minderaufwände gab es unter anderem bei den Beiträgen an die Regionalfeuerwehr und den Schulverband oder den Unterhalt von Strassen.

Bei den Spezialfinanzierungen Abwasser- und Abfallbeseitigung konnten die Mehrausgaben mit dem jeweiligen Eigenkapital gedeckt werden, das noch reichlich vorhanden ist. Bei der Wasserversorgung wurde der Überschuss von 5182 Franken dem Eigenkapital zugewiesen.

«Zu viele einmalige Posten»

Einen Nachtragskredit von rund 38'000 Franken wird der Gemeinderat für die Auslagerung des Abwartamts im Schulhaus Bühl und in der Mehrzweckhalle beantragen müssen. Diese Kosten werden die Rechnung zukünftig jedes Jahr belasten. Dafür werden die Lohnkosten geringer ausfallen.

Die Nettoinvestitionen beliefen sich auf knapp 8000 Franken. Es waren keine grösseren Investitionen vorgesehen. Auf der Einnahmeseite stehen ältere Perimeterbeiträge von privaten Haushalten. Zudem kamen vom Kanton 40'400 Franken für den Brunnenthaler Anteil Finanzausgleich für die Mehrzweckhalle zurück.

Der Gemeinderat verabschiedete die Rechnung einstimmig zuhanden der Gemeindeversammlung. Eine Diskussion über die Senkung des Steuerfusses wird der Rat an der Versammlung jedoch nicht zulassen. «Es gibt zu viele einmalige Posten, die nächstes Jahr nicht mehr erscheinen werden», warnte Adrian Schluep. Wie hoch die Beiträge aus dem Finanzausgleich ausfallen werden, könne man heute auch noch nicht sagen. Zum jetzigen Zeitpunkt an eine Steuersenkung zu denken, sei viel zu früh, sagte Schluep.

Ortsplanung in zwei Stufen

An der Gemeindeversammlung werden die Stimmbürger und –bürgerinnen vorerst über das Gesamtleitbild der Ortsplanung abstimmen können. Die Teilleitbilder werden dem Volk später vorgelegt. Das Amt für Raumplanung empfiehlt dieses zweistufige Verfahren. Somit könne sich die Arbeitsgruppe genügend Zeit nehmen, Themen wie innere Verdichtung oder landwirtschaftliche Planung vertieft anzugehen. Dabei sollen auch die Eingaben aus der öffentlichen Mitwirkung einfliessen.

Wärme aus der Ferne

Der Gemeinderat wird mit dem Projekt Wärmeverbund Ortskern Messen weiterfahren. Gemeindepräsident Bernhard Jöhr führte umwelttechnische Gründe und die Unterstützung der Forstwirtschaft als Rechtfertigung an, sich dafür einzusetzen. Interessierte Parteien sind die Gemeinde, die Kirchgemeinde und die Hofschmitte, die in ihren Liegenschaften in naher Zukunft die Heizung ersetzen müssen. Um die vielen noch offenen Fragen zu klären, wird sich der Gemeinderat durch die Firma A Energie aus Schüpfen beraten lassen, welche Erfahrungen mit Wärmeverbünden hat.