Lüterkofen-Ichertswil
ProWork kümmert sich ums Drumherum

Der Gemeinderat von Lüterkofen-Ichertswil erteilt einen Auftrag an die ProWork AG. Diese wird sich fortan um die Umgebungsarbeiten bei Schule und Mehrzweckgebäude kümmern.

Gundi Klemm
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Es soll abgeklärt werden, inwiefern die Mehrzweckhalle Lüterkofen saniert werden muss.

Es soll abgeklärt werden, inwiefern die Mehrzweckhalle Lüterkofen saniert werden muss.

Hanspeter Bärtschi

Um Hauswart und Gemeindearbeiter zu entlasten, werden ab sofort Mitarbeitende der ProWork AG Grenchen alle zwei Wochen für einen Arbeitstag für alle Umgebungsarbeiten bei Schule und Mehrzweckgebäude eingesetzt.

Dies betrifft Rasenmähen, Jäten, Schneiden und Wischen. Gemeindepräsident Roger Siegenthaler stellte dieses Beschäftigungsmodell als Teil eines Programms von Sozialprojekten vor, die von der öffentlichen Hand finanziell getragen werden und der Eingliederung in Arbeitsprozesse dienen. «Wir bekennen uns zu dieser Organisation, weil sie Menschen, die am Rande stehen, eine sinnvolle Tagesstruktur vermittelt.» Die Kosten inklusive Spesen belaufen sich pro Einsatztag auf 250 Franken.

«Wollen Bürgergemeinde bitten»

Vor fast 20 Jahren wurde die Mehrzweckhalle eingeweiht. Geschenkt wurde der Bau der Einwohnergemeinde von der Bürgergemeinde. Jetzt sei das Gebäude aber in die Jahre gekommen, und immer wieder sei irgendetwas kaputt, wussten die Ratsmitglieder. Sie sprachen sich für eine genaue Bestandsaufnahme des Sanierungsbedarfs aus und hoffen auf finanzielle Unterstützung seitens der Bürgergemeinde. «Wir werden sie wie eine Gotte um Erneuerung und Ersatz beschädigter Teile bitten», hofft der Rat auf viel Verständnis. Als dringenden Schritt gab er die unaufschiebbare Reparatur der Kunststoffrollen an der Elementschiebewand der Bühne für rund 3000 Franken in Auftrag.

Nur noch etwas finanzielle Hilfe in Höhe von rund 8000 Franken benötigt das Dorfbuch, dessen Vernissage am 29. August öffentlich gefeiert werden soll. Der Druckauftrag für 500 Stück sei erteilt, berichtete Gemeinderätin Susanne Zuber, die sich dafür aussprach, dass Sponsoren ab 100 Franken bei ihrem Einverständnis im Buch aufgeführt werden. Für diese ausschliesslich durch Spenden ermöglichte Ausgabe musste die Gemeinde keinerlei Steuergeld veranschlagen.

«Weil wir als kleinere Gemeinde von der Kampagne der Städte im Kanton gegen die Gemeindebeteiligung zur Ausfinanzierung der kantonalen Pensionskasse profitierten, übernehmen wir selbstverständlich auch unseren Fr. 186.50 betragenden Anteil am Defizit der Gesamtkampagne, der noch 20 000 Franken fehlen», war sich der Rat einig.

Weitere Neubauten in Planung

Schon einmal beriet der Gemeinderat über ein Bauvorhaben an der Tscheppachstrasse in Ichertswil (Parz. Nr. 1075). Bei der ersten Beurteilung durch die Baukommission erwies sich das geplante Gebäude als mit 42 m zu lang und auch zu hoch. Die Bauherrschaft hat inzwischen alle Anpassungen vorgenommen und will die Tiefgarage hinter den beiden Mehrfamilienhäusern in den Hang unterirdisch hineinbauen. Weil alles dem Baugesetz entspricht, ist kein Gestaltungsplan mehr nötig.

Zugesichert wurde dem Eigentümer des Buri-Hauses an der Kesslergasse (Parz. Nr. 1072) das Wegerecht, damit er endlich seinen Autounterstand bauen kann. Zwei Häuser mit je drei Wohnungen sollen auf der Parzelle 1496 an der Kesslergasse entstehen. In Gegenwart von zwei Hauseigentümern vom benachbarten Quellenweg beschloss der Gemeinderat die 30-tägige Auflage des auch kantonal geprüften Bauprojektes. Den Anwohnern war nämlich beim Kauf ihres Grundstücks zugesichert worden, dass davor kein Block errichtet würde.