Lüterswil-Gächliwil

Projekt Revitalisierung: Der Mülibach bleibt teilweise eingedolt

In der Dorfmatten fliesst das Wasser des Mülibachs aus dem eingedolten Abschnitt in den offenen. So soll es auch nach der Sanierung bleiben.

In der Dorfmatten fliesst das Wasser des Mülibachs aus dem eingedolten Abschnitt in den offenen. So soll es auch nach der Sanierung bleiben.

Der offene Teil des Mülibachs wird in Lüterswil-Gächliwil saniert, aber der eingedolte Abschnitt wird nicht geöffnet. Ein Auswirkung auf die Hochwassersituation hat das nicht.

In Lüterswil-Gächliwil ist die Revitalisierung des Mülibachs geplant. Der westliche Verlauf des Baches soll eine naturnahe Ausgestaltung erhalten. Bereits 2015 hatte die Gemeindeversammlung einen Planungskredit gesprochen. Erste Entwürfe wurden den betroffenen Grundeigentümern und der Gemeinde im Mai 2016 präsentiert.

An der Mitwirkungsveranstaltung im Oktober 2017 wurde nebst der Sanierung und Revitalisierung des offenen Abschnittes auch eine Ausdolung einer 90 Meter langen, bisher eingedolten Bachstückes vorgeschlagen. Die vorgeschlagene Ausdolung wurde aber aufgrund des Landverbrauchs stark kritisiert. An der darauffolgenden Gemeindeversammlung wählte das Plenum aus zwei Varianten dasjenige ohne zusätzliche Offenlegung aus.

Die öffentliche Planauflage des Erschliessungs- und Gestaltungsplans zeigt nun als Projektperimeter einen zirka 500 Meter langen, offenen Bachabschnitt sowie einen 90 Meter langen eingedolten Bachabschnitt. Mit dem Projekt Revitalisierung Mülibach soll das offene Gerinne naturnah gestaltet werden. Das Gewässer wird einseitig aufgeweitet, die Böschungen werden abgeflacht und variabel gestaltet. Der maximale Gewässerraum beträgt 11 Meter.

Die Massnahmen haben keine Auswirkung auf die Hochwassersituation. Bereits heute sei, laut Planerbericht, der betroffene Bachabschnitt hochwassersicher. Die Massnahmen sollen sich positiv auf die Ökologie auswirken. Durch die Ausweitung entstehen neue Lebensräume, was die Artenvielfalt erhöht.

Die Kosten für die Revitalisierungsmassnahmen werden auf 340'000 Franken beziffert. Beiträge in der Höhe von etwa 90 Prozent der der Kosten werden von Bund und Kanton erwartet. Wenn, wie geplant, die kantonale Genehmigung bereits im Februar 2019 erfolgen sollte, wird mit einem möglichen Baubeginn im Herbst 2019 gerechnet. (uby)

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