Der Regierungsrat hat die generelle Wasserversorgungsplanung (GWP) für den Ortsteil Mühledorf (Gemeinde Buchegg) genehmigt. Mühledorf hat bis heute keine öffentliche Wasserversorgung. Die Einwohnerschaft erhält ihr Wasser aus privaten Quellen, die zum Teil von ganzen Quartieren genutzt werden. Lediglich für die Sicherstellung des Löschschutzes sind verschiedene Massnahmen umgesetzt worden. Diese genügen jedoch den heutigen Anforderungen nicht mehr. Nach der Fusion der zehn Gemeinden sah man sich veranlasst, die Wasserversorgung im ganzen Gemeindegebiet gesamthaft anzugehen und die Probleme zu lösen.

In einem ersten Ausbauschritt wird in Koordination mit den Sanierungen der Kantonsstrasse durch das Amt für Verkehr und Tiefbau zwischen den Ortsteilen Tscheppach, Mühledorf und Aetigkofen gleichzeitig eine Wasserleitung erstellt, über welche zum einen der Ortsteil Mühledorf teilweise erschlossen und zum anderen eine regionale Transportachse erstellt wird. Damit wird der Wasseraustausch und die Betriebs- und Versorgungssicherheit in der Region bereits wesentlich verbessert.

Austausch ermöglichen

Buchegg ist Mitglied des Zweckverbandes Wasserversorgung Schöniberg, welcher heute den Ortsteil Aetigkofen mit Wasser aus den verbandseigenen Quellen beliefert und die Wasserspeicherung im Reservoir Schöniberg für das Trink-, Brauch- und Löschwasser bereitstellt. Mit der neuen Transportleitung kann Mühledorf die Speicherkapazitäten des Reservoirs Schöniberg nützen. Darüber hinaus kann das erschlossene Wasserangebot innerhalb der Region durch die neu geschaffene Austauschmöglichkeit besser genutzt werden. Gestützt auf das Gesamtkonzept der Gemeinde Buchegg wird in einer 2. und 3. Ausbauetappe die Verbindung zum Reservoir Brügglen und damit indirekt die Bezugsmöglichkeit ab der Gruppenwasserversorgung Grenchen beziehungsweise der Anschluss des Ortsteils Gossliwil erfolgen.

In Mühledorf sollen die Quellfassung St. Margretenbrunnen und die Rotenmattenquelle in die Wasserversorgung eingebunden werden. Dies bedingt die Ausscheidung gewässerrechtlich konformer Schutzzonen sowie die vorgängige Umsetzung von Massnahmen zur Behebung allfälliger Konflikte.

Die Bauvorhaben für die Wasserversorgung dürften insgesamt rund 9,3 Mio. Franken kosten. Ein Teil davon ist subventionsberechtigt. Die definitive Festlegung der Beiträge erfolgt aber erst auf Stufe Bauprojekt.

Während der öffentlichen Auflage des GWP gingen zwei Einsprachen ein. Diese konnten aber innerhalb der Einspracheverhandlung bereinigt werden und wurden zurückgezogen. (rm/rrb)