Luterbach

Primarschüler wurden selber zu Autoren und Illustratoren

Eine aufgeweckte Schülerschar gestaltet Seiten für ein Bilderbuch.

An der Primarschule in Luterbach wurde die Projektwoche «Publizieren» durchgeführt. Dabei arbeiteten die Schüler an unterschiedlichsten Projekten zu Texten, Drucktechniken, Schriften, Bildbearbeitung, Film, Vervielfältigungen und vielem mehr.

Die Schulzeitschrift «Pril» veröffentlicht diesen Frühling ihre 50. Ausgabe. Zu diesem Jubiläum führte die Primarschule während fünf Tagen eine Projektwoche zum Thema «Publizieren» durch. Die Kindergartenkinder, Primarschülerinnen und -schüler arbeiteten an unterschiedlichsten Projekten zu Texten, Drucktechniken, Schriften, Bildbearbeitung, Film, Vervielfältigungen und vielem mehr.

Besonders effizient starteten die dritten und vierten Klassen. Sie lancierten einen Harlem-Shake (Tanz) und machten daraus ein kleines Video. Für die anderen Publikationen mussten die Mittelstufenkinder härter arbeiten, bis auch diese veröffentlicht werden konnten. Die Gruppe Musikvideo erarbeitete den Soundtrack für einen Luterbacher Libdup. Dabei wurde das Luterbacherlied mit Rap, Rhythmen, Gesängen und anderen Texteinlagen aufbereitet und dann aufgenommen. Die Choreografie für das Video erarbeiteten die Kinder nach eigenen Ideen. Anschliessend schauspielerten sie zur Musik an ausgewählten Orten im Dorf. So entstand ein Luterbacher Videoclip.

Die anderen zwei Gruppen der Schulstufe waren ebenfalls im Dorf und in Zuchwil unterwegs. Werbung und Kunst und viele Sportlerinterviews mit nationalen Grössen wie Trainer Bidu Zaugg, Rollstuhlsportler Heinz Frei und regionalen Eiskunstläuferinnen wurden erarbeitet und dann in der Aula für ein breites Publikum veröffentlicht. Viel Anklang fand auch der Blog der 3./4. Klassen. Kurzberichte, Bilder und Kommentare durften die Kinder selber verfassen oder zwischendurch lesen. Wohl die kurioseste Idee war die Publikation mithilfe einer Flaschenpost. Ob diese wohl ihr Publikum erreicht hat?

Eigenes Bilderbuch schreiben

Auch die Unterstufenkinder arbeiteten über längere Zeit am gleichen Projekt. Während der Woche wurden ganze Bücher mit lustigen Texten und Illustrationen geschaffen. Fantasie, Kreativität aber auch Durchhaltewille waren gefragt. Hier stand die Autorin und Illustratorin Kathrin Schärer für gute Tipps während eines Morgens zur Verfügung.

Im Kindergarten wurden die Grundlagen für das Publizieren ganz anders geschaffen. Im Nassraum konnte jedes Kind sein eigenes Papier schöpfen. Eine wirklich feuchte Angelegenheit, diese Papiermanufaktur, die einen guten Einblick in die mittelalterliche Papierproduktion gab. Am Schluss hatte jedes Kind ein kleines Kunstwerk erschaffen.

Bei den fünften und sechsten Klassen erfuhren die Kinder ein besonders breites Sortiment von Publikationen und Druckformen. In verschiedenen Workshops konnte ein breites Angebot getestet werden: Comics, Filmkrimis, Interviews im Dorf, Linoldruck sowie die Herstellung von Kunstpostkarten wurden von den Lehrpersonen angeboten.

Grosse Vernissage am Freitag

Der Höhepunkt der Projektwoche an der Primarschule war die dreistündige Ausstellung am Freitagabend. Hier wurden die kreativen Kunstwerke und Produkte ausgestellt und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Publikum liess sich nicht zweimal bitten und genoss eine Vielfalt an gelungenen Publikationen, welche da und dort für Diskussionsstoff und leises Schmunzeln sorgten. Dank der Elternmitwirkung, die in der alten Turnhalle für ein paar kulinarische Leckerbissen sorgte, konnten sich aber fast alle einmal von den vielen publizierten Produkten trennen.

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