Derendingen
Preisüberwacher interveniert wegen zu hoher Gebühren

Der eidgenössische Preisüberwacher hat den Wasserpreis der Elektrizitäts- und Wasserversorgung Derendingen untersucht und kommt zum Schluss: Die Erhöhung der Grundgebühr ist nur teilweise gerechtfertigt. Die Gebühr wurde nun rückwirkend angepasst.

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Die Grundgebühr gabs früher nur pro Gebäude und nicht pro Wohnung.

Die Grundgebühr gabs früher nur pro Gebäude und nicht pro Wohnung.

Keystone

Weil es verschiedene Beschwerden von Derendinger Wasserbezügern gab, hat die eidgenössische Preisüberwachung den Wasserpreis der Elektrizitäts- und Wasserversorgung Derendingen EWD untersucht.

Dabei kam sie zum Schluss, dass die vorgenommene Erhöhung der Grundgebühr pro Wohnung nur teilweise gerechtfertigt war. Laut Peter Rindlisbacher von der EWD wurde pro Wohnung eine Grundgebühr von 8 Franken eingeführt. Man wollte mit dieser Massnahme die Kosten verursachergerecht verteilen, so Rindlisbacher.

Zuvor gab es in Derendingen nur eine Grundgebühr pro Gebäude, nicht aber für die Wohnungen. Daraufhin hat der Preisüberwacher interveniert und vorgeschlagen, die Gebühr pro Wohnung auf 4 statt wie vorgesehen auf 8 Franken festzulegen. Darauf ist die EWD eingestiegen und hat die Gebühr rückwirkend per 1. Juli 2014 angepasst.

Peter Rindlisbacher hält fest, dass auf die EWD grosse Investitionen zukommen. Die Wasserleitungen im Dorf seien 80-jährig und älter, und bei den anstehenden Sanierungen der Hauptstrasse oder der Emmerenaturierung werde man Leitungen ersetzen müssen. Dann müsse man allenfalls wieder über eine Erhöhung der Gebühren diskutieren. (crs)