Luterbach

Postagentur bekommt von Einwohnern vernichtende Kritik

Die Postagentur im Coop Luterbach ist arg in Kritik geraten. In einer Umfrage wird das neue Postmodell als untauglich bezeichnet.

Die Postagentur im Coop Luterbach ist arg in Kritik geraten. In einer Umfrage wird das neue Postmodell als untauglich bezeichnet.

Der Gemeinderat von Luterbach wurde zur Post-Umfrage informiert, und er genehmigte das Sprachförderungs-Modell.

Seit Herbst 2016 führt die Post in der Coop-Filiale eine Postagentur. Die bisherige Poststelle wurde geschlossen. Im Februar hat der Gemeinderat eine Umfrage zum neuen Angebot lanciert. 50 Einwohner haben an der Umfrage teilgenommen.

Zwei positive Punkte wurden vermerkt: ein freundliches Personal und längere Öffnungszeiten. Demgegenüber stehen unzählige Punkte, in denen die Post schlecht wegkommt. Das Personal werde überfordert, müsse zwischen Coop-Kasse und Postagentur pendeln.

Die Kunden müssten zu Stosszeiten gleich zweimal Schlange stehen. Weil Bareinzahlungen nicht möglich sind, wird in Nachbargemeinden ausgewichen, wo dann auch gleich noch die übrigen Einkaufsgeschäfte erledigt werden. Es fehlt ein Postomat. Mangelnde Diskretion, sowie Unordnung wegen Platzmangel, vergällen die Kundschaft. Der Gemeinderat hat die Ergebnisse der Umfrage der Post und Coop mitgeteilt. «Wir konnten nun ein Gespräch mit den Verantwortlichen abmachen», informierte Gemeindepräsident Michael Ochsenbein.

Ebenfalls bearbeitet wird das Projekt der möglichen Anschaffung eines Kopierers auf der Gemeindeverwaltung, der öffentlich zugänglich sein wird. «Das ist auch ein Folgegeschäft wegen der Poststellenschliessung. Bisher war dort die einzige öffentliche Möglichkeit zum Kopieren», erklärt Ochsenbein. Nun habe er mehrere Anfragen erhalten, ob nicht die Gemeinde diesen Dienst weiterhin anbieten kann.

Spielgruppe Plus ist ein Plus

Die gemeindeeigene Spielgruppe wird von über 90 Prozent der Luterbacher Kinder im Vorschulbereich besucht. Knapp 30 Prozent der Kinder, die die Spielgruppe «Vogunäschtli» besuchen, sprechen aber kein Deutsch. Im aktuellen Schuljahr sind dies 14 von 49 Spielgruppenkindern. Die Schulleitung spricht von einer Herausforderung für die Spielgruppenleiterinnen. Deshalb erfolgte der Antrag, eine zusätzliche Gruppe für fremdsprachige Kinder (Spielgruppe Plus) anbieten zu dürfen. Denn gezielte Sprachförderung im Vorschulbereich sei ein zentraler Grundstein für die weitere Bildung und Sozialisation.

Dies würden Studien belegen. Andererseits werde auch klar belegt, dass die frühe Sprachförderung besonders effektiv ist. In Luterbach seien beste Voraussetzungen vorhanden, fremdsprachige Kinder mit wenig Aufwand zu unterstützen. Hat doch eine der Spielgruppenleiterinnen eine Ausbildung zur Fachfrau Frühe Sprachförderung abgeschlossen. Die Kinder der Spielgruppe Plus erhalten an einem Nachmittag gezielte Sprachförderung und können an einem zweiten Nachmittag in einer gemischten Gruppe mit deutschsprachigen Kameradinnen und Kameraden ihre neu erworbenen Kenntnisse anwenden.

Der Gemeinderat lies sich von der Begründung überzeugen und sprach 5500 Franken pro Jahr für zusätzliche Lohnkosten für die Spielgruppe Plus.

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