Service public

Post zu – Hausarzt in Rente

Einige Poststellen mussten 2016 schliessen.

Einige Poststellen mussten 2016 schliessen.

Mehrere Poststellen haben dieses Jahr geschlossen. Auch die ausgedünnte medizinische Grundversorgung gab zu reden.

Eine Gemeinde nach der anderen hat es dieses Jahr erwischt. Mehrere Poststellen in den Bezirken Lebern, Bucheggberg und Wasseramt machten dicht. Die erste Meldung kam aus Mühledorf, als die Post im Januar mitteilte, dass der Betrieb nicht annähernd rentiere. Immerhin sorgte eine unkonventionelle Lösung für einen Fortbestand der Dienstleistung.

Seit September ist die Postagentur in der Verwaltung der Gemeinde Buchegg untergebracht, ebenfalls in Mühledorf. Kurz vor Jahresschluss bemerkten dies auch Diebe, als sie in die Liegenschaft einbrachen und neben Geld auch Autobahnvignetten und Briefmarken stahlen.

Weitere Schliessungen von Poststellen gab es in Recherswil, Rüttenen, Flumenthal und Schnottwil zu vermelden. Meist wurde eine Nachfolgelösung in Form einer Agentur gefunden, oft in einem Lebensmittelladen.

Als Einschränkung der Grundversorgung wird von vielen Dorfbewohnern die Schliessung der Hausarztpraxen empfunden. Angespannt ist die Situation im Bucheggberg. Ab dem neuen Jahr wird es im Bezirk gerade noch die Gruppenpraxis Medizentrum in Messen geben.

Die pensionierten Allgemeinmediziner Josef Wyser in Nennigkofen und Christoph Lanz in Schnottwil fanden trotz intensiver Suche keine Nachfolge. Damit verfügt Messen als letzte Gemeinde des Bucheggbergs über eine Poststelle und einen Hausarzt. (crs)

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