Die rückläufige Nachfrage nach Dienstleistungen der Post reiche nicht aus, um in Flumenthal weiterhin eine Filiale betreiben zu können, schreibt die Post in einer Mitteilung an die Flumenthaler Bevölkerung. Deshalb wurde im Winter 2015 erstmals der Kontakt zum Gemeinderat gesucht. Ziel war es, über die Zukunft der lokalen Filiale zu diskutieren und das weitere Vorgehen gemeinsam zu klären. Der Dialog mit dem Gemeinderat sei in einer konstruktiven Atmosphäre verlaufen.

Trotzdem sei es zu keiner Einigung gekommen, so die Post. Der Gemeinderat wünsche primär die Weiterführung der Filiale im Dorf. Als mögliche Alternative habe er sich allenfalls eine Lösung «Filiale mit Partner» vorstellen können. Aber die von der Gemeinde und der Post favorisierte «Filiale mit Partner» lasse sich mangels geeigneten Partners nicht realisieren. Und in der Mitteilung stellt die Post klar: «Der Entscheid über die künftige Postversorgung liegt bei der Post.»

Galgenfrist von zwei Jahren

Für die Post sei die Weiterführung der Filiale Flumenthal keine Option. Deshalb will sie die Filiale Flumenthal durch einen Hausservice ersetzen. Sollte sich innerhalb von zwei Jahren eine Möglichkeit für eine Partnerlösung finden, ist die Post bereit, die Ablösung des Hausservices durch eine «Filiale mit Partner» zu prüfen.

«Wir respektieren, dass die Gemeinde eine andere Haltung vertritt», so die Post in ihrer Mitteilung. Angesichts der positiven Erfahrungen mit dem Hausservice an mehr als 1200 Standorten sei sie aber überzeugt, den Bedürfnissen der Postkunden auch mit dem künftigen Angebot gerecht zu werden.

Der Termin für die Einführung des Hausservices sei noch offen. Bis dahin bleibt die Filiale samt Postfächern unverändert in Betrieb. Die Mitteilung enthält auch eine Einladung zu einem «Dialoganlass» am 21. September. Da kann die Bevölkerung erfahren, wie die Post den veränderten Erwartungen im Alltag begegnet und wie man künftig Postgeschäfte vor Ort erledigt. (mgt/uby)