Langendorf
Post will beim «Ladedorf» einen Paketautomaten aufstellen

Die Schweizerische Post plant den zweiten Paketautomaten im Kanton Solothurn beim Haupteingang des Migros in Langendorf. Beim Automaten können 24 Stunden am Tag Pakete aufgegeben, aber auch abgeholt werden.

Urs Byland
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Die Profile für den geplanten MyPost24-Automaten sind aufgestellt.
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Vor dem Migros Langendorf soll ein Paketautomat aufgestellt werden
Konzernchefin Susanne Ruoff machts vor Pakete können unbeschränkt aufgegeben werden. Wer ein Paket abholen will, muss sich zuerst einmal registrieren.

Die Profile für den geplanten MyPost24-Automaten sind aufgestellt.

Urs Byland

Die Post will einen Packetautomaten in Langendorf aufstellen. Dies ist einem Baugesuch zu entnehmen. Der Paketautomat soll auf dem Migros-Langendorf-Areal platziert werden. Als Standort wird der Bereich zwischen dem Haupteingang zum Migros und dem Parkplatz auf dem Oberdeck angegeben.

Kunden können beim Paketautomaten ein Paket aufgeben oder abholen. «Wir wollen den Paketautomaten dort aufstellen, wo eine grosse Kundenfrequenz ist. Der Kunde kann neben seinen Einkäufen auch gleich diese Dienstleistung nutzen», erklärt Oliver Flüeler, Mediensprecher der Schweizerischen Post. Beim Grundeigentümer, Genossenschaft Migros Aare, erhält man die gleiche Antwort. «Es ist doch praktisch, wenn der Kunde neben seinem Einkauf auch gleich sein Paket abholen kann», sagt Andrea Bauer, Migros-Aare-Mediensprecherin.

Die Aufgabe eines Pakets ist ohne Einschränkung möglich. Bezahlt wird die Taxe für das Paket gleich vor Ort mit Karte. Der Automat akzeptiere alle gängigen Karten. «Bezahlen mit Bargeld ist nicht möglich, weil zu aufwendig. Wir wollten den Automaten so einfach wie möglich gestalten», erklärt Oliver Flüeler. Wer aber ein Paket beim Automaten abholen will, muss sich zuerst einmal registrieren. Dann stehen ihm zusätzliche Dienstleistungen der Post zur Verfügung. Der Automat ist 24 Stunden am Tag zugänglich und in Betrieb.

Ein Netz von Abholstellen

Paketautomaten wurden 2013 eingeführt. «Der Kunde soll entscheiden, wo er seine Pakete abholen will», erklärt der Mediensprecher. Die Post reagiere dabei auf veränderte Bedürfnisse der Kunden, die vor allem Waren im Internet bestellen. Der Internethandel bringt eine logistische Veränderung mit sich. Die Mengen, die Geschwindigkeit und die Ansprüche der Onlineshopper an eine bequeme Lieferung und Rücksendung würden kontinuierlich steigen. Schweizweit hat die Post bisher 34 Paketautomaten aufgestellt.

Zum Netz, von Standorten, an denen man seine Pakete abholen kann, gehören weiterhin Poststellen, Tankstellen oder Bahnhöfe etc. «Orte mit viel Kundenfrequenz», so Oliver Flüeler. Im Kanton Solothurn handelt es sich nach dem «Gäupark» Egerkingen um den zweiten Paketautomaten. Weitere geplante Standorte Ende 2015, Anfang 2016 sind die Bahnhöfe in Solothurn und Olten sowie Migros Aare Grenchen.

«Der Kunde sucht das Angebot, das ihm am meisten dient», sagt Oliver Flüeler. Das Bedürfnis des Kunden habe den Ausschlag gegeben, diese Dienstleistung aufzubauen. Der Paketautomat bedeute deshalb nicht, dass die Poststelle in Langendorf gefährdet sei. «Das hat miteinander nichts zu tun.

Das Netz der Paketautomaten wird unabhängig von Poststellen aufgebaut.» Zur Poststelle Langendorf gebe es keine bis heute kommunizierten Veränderungsprojekte (Umwandlung in Agentur, Hausservice etc.). «Das Weiterbestehen der Poststelle in Langendorf ist abhängig von den Kunden, die diese Poststelle nutzen.» Dass mit dem Paketautomaten die Poststelle aber Kunden verlieren könnte, weiss auch Oliver Flüeler.

In Langendorf läuft nun das Bewilligungsverfahren für den Paketautomaten-Standort. Je nach Zeitbedarf für das Bewilligungsverfahren möchte die Post den Paketautomaten noch 2015, allenfalls Anfang 2016 in Betrieb nehmen.

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