Selzach

«Plötzlich war die Baustelle da»: Bewohner fordern mehr Information zur Situation auf der Moosstrasse

«Bei den realisierten Massnahmen auf der Moosstrasse wurden eindeutig Steuergelder verschleudert.» sagt eine Stimme aus der Gemeindeversammlung. (Symbolbild)

«Bei den realisierten Massnahmen auf der Moosstrasse wurden eindeutig Steuergelder verschleudert.» sagt eine Stimme aus der Gemeindeversammlung. (Symbolbild)

An der Gemeindeversammlung in Selzach wurde Unmut über die Bauarbeiten an der Moosstrasse geäussert. Weiter wurden das Budget, die Tarifordnung zur Kinderbetreuung und der Zusatzerwerb Längstücki zur Abstimmung vorgelegt.

Die baulichen Massnahmen in der Moosstrasse zwingen die Autofahrer, die Geschwindigkeit zu drosseln. Dies soll der Sicherheit aller Strassenteilnehmer dienen. Die Massnahmen wurden nun von einem Teil der anwesenden Bevölkerung an der Gemeindeversammlung kritisiert.

«Sie hatten ihren Preis und besser geworden ist es nach meinem Empfinden nicht. Hierfür wurden klar Steuergelder verschleudert», lautete eine Meinung. Eine weitere Anwohnerin fand, die Bevölkerung sei vor vollendete Tatsachen gestellt worden. «Wir wurden nicht informiert, plötzlich war die Baustelle einfach da.»

Gemeindepräsidentin Silvia Spycher nahm sich des Feedbacks der Anwohner an und versprach, die Kommunikation diesbezüglich zu verbessern. Künftig würde man über den Stand von baulichen Massnahmen an Gemeindeversammlungen informieren, versprach sie. Sie selber betrachte die baulichen Massnahmen als eine klare Verbesserung der Sicherheitslage.

Diskussionslos durchgewinkt

Die 75 Stimmberechtigten wählten für die neue Legislatur erneut die Rovedyma Treuhand AG als externe Kontrollstelle ihrer Gemeinde. Auch die Tarifordnung der Kinderbetreuung, sowie der zusätzliche Erwerb von 645 Quadratmetern à 115 Franken für das Längstücki wurden einstimmig (beim Längstücki mit einer Enthaltung) angenommen. Die Tarifordnung tritt per 1. Januar 2018 in Kraft.

Mit zwei Enthaltungen zu 73 Ja-Stimmen wurde das Budget 2018 verabschiedet. Die Erfolgsrechnung weist einen Aufwandüberschuss von 64'710 Franken auf, die Nettoinvestitionen belaufen sich auf 4,45 Millionen Franken. Der Selbstfinanzierungsgrad liegt bei minus 26,89 Prozent. Vorgängig wurde der Finanzplan für die nächsten fünf Jahre vorgestellt.

Durch den Wegfall der Aufwertungsreserven ab dem Jahr 2021 sei voraussichtlich jeweils ein Aufwandüberschuss von 700'000 Franken zu erwarten. Weiter müsse eine mittelfristige Gebühren-Erhöhung in der Abwasserbeseitigung und in der Wasserversorgung erfolgen, da das Eigenkapital ohne Gegenmassnahmen immer weiter abnehme. Im kommenden Jahr würden diese Gebührentarife überprüft.

Für die neuen noch nicht gebundenen Kredite Umbau Gemeindehaus und Neubau Kindergarten wird eine ausserordentliche Gemeindeversammlung einberufen. Stattfinden soll diese Versammlung voraussichtlich am Montag 12. März.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1