Lohn-Ammannsegg
Platz für Schmetterlinge, so bunt wie die Frauen im Verein

Zum 90-Jahr-Jubiläum hat der Frauenverein Lohn-Ammannsegg der Bevölkerung eine Bank am Waldrand und eine Schmetterlingsoase geschenkt. Am Montag fand die Einweihung statt.

Rahel Meier
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Viele Einwohner und Bürger interessierten sich für die Einweihung der Schmetterlingsoase
20 Bilder
Die Handharmonikagruppe Aurora
Die Bank am Waldrand und die Schmetterlingsoase im Hintergrund
Die Schmetterlingsoase
Das Panorama von der Bank aus mit Eiger, Mönch und Jungfrau
Ruedi Luterbacher
Ruedi Luterbacher und Marc de Roche, bekannt als Papa Papillon
Ruedi Luterbacher und Marc de Roche, bekannt als Papa Papillon
Schmetterlingsoase Lohn-Ammannsegg
Raupen des kleinen Fuchses
Raupen des kleinen Fuchses
Papa Papillon hat Schwalbenschwänze mitgebracht
Papa Papillon hat Schwalbenschwänze mitgebracht
Papa Papillon hat Schwalbenschwänze mitgebracht
Papa Papillon hat Schwalbenschwänze mitgebracht
Papa Papillon hat Schwalbenschwänze mitgebracht
Papa Papillon hat Schwalbenschwänze mitgebracht
Auch die Erwachsenen freuen sich an den Schwalbenschwänzen
Die Infotafeln werden eifrig studiert
Die Infotafeln werden eifrig studiert

Viele Einwohner und Bürger interessierten sich für die Einweihung der Schmetterlingsoase

Rahel Meier

«Ohne Hilfe der Bürgergemeinde wäre das nicht gegangen.» Susanne Amacker, Präsidentin des rund 100-köpfigen Frauenvereins, betonte am Montagabend mehrmals die tolle Zusammenarbeit. Im Rahmen von schweiz.bewegt wurden Bank und Schmetterlingsoase eingeweiht und mit Prosecco getauft.

Der Frauenverein wollte anlässlich seines Jubiläums etwas Handfestes im Dorf hinterlassen, von dem alle Einwohner profitieren können. «Ob wir noch 100 Jahre alt werden, wissen wir ja nicht», erklärte Amacker. Schon bald kam die Idee auf, eine Bank zu sponsern. Die Bürgergemeinde Lohn fand die Idee toll und Ruedi Luterbacher (Forstverantwortlicher) machte zusätzlich den Vorschlag, eine Schmetterlingsoase anzulegen. Dies wiederum gefiel dem Frauenverein. «Schmetterlinge sind bunt. So wie wir Frauen im Verein. Bunt durcheinandergemischt in Alter oder Ausbildung und auch so bunt wie unser Programm.»

Wieso gerade eine Schmetterlingsoase? Ruedi Luterbacher züchtet selbst Schwalbenschwänze und steht in regem Kontakt mit Marc de Roche, besser bekannt als Papa Papillon. Dieser weiss, wie man Schmetterlinge anlockt. Sicher ist dabei eines. «Wer Schmetterlinge liebt, muss auch Raupen mögen.» In der Nähe des Forsthauses der Bürgergemeinde Lohn findet man viele Raupen, die später zu einem kleinen Fuchs werden. Und – was speziell ist – der Ort ist auch ein Rastplatz für den Distelfalter. Dies ist ein Wanderfalter, der von Italien her über die Gemmi in den Vorarlberg fliegt.

In der Schmetterlingsoase, einer kleinen Lichtung, wurden spezielle Pflanzen gesetzt: Brombeeren, eine Salweide, Hasel, Liguster und Schwarzdorn. Auch ein Lavendel ist zu finden – obwohl kein einheimisches Gewäsch. Tagpfauenauge, kleiner Fuchs, Zitronenfalter, Admiral, Schwalbenschwanz und Bläulinge sollten hier im Sommer zu sehen sein. Papa Papillon erwähnte zudem vor allem auch die Schmetterlinge, die nachts fliegen: das Nachtpfauenauge, der braune und der russiche Bär und der Totenkopfschwärmer. Alle diese Arten finden in der Schmetterlingsoase ihre Futterpflanzen.