Der Umzug in eine Lokalität in der Nähe des Schulhauses ist für den Verein Wurzeli in greifbarer Nähe. «Ein Standort beim Schulhaus ist ideal für den Erfolg eines schulergänzenden Betreuungsangebotes», ist Stephanie Béguelin, Präsidentin der Arbeitsgruppe familienergänzende Betreuungsangebote, überzeugt. Das «Wurzeli» bietet einen Mittagstisch für Kindergarten- und Schulkinder an, eine Nachmittagsbetreuung und eine Spielgruppe.
Bereits im Frühling hatte die Arbeitsgruppe beim Gemeinderat eine Verschiebung des «Wurzeli» beantragt. Dieser hatte sich zwar einstimmig dafür ausgesprochen.

Damals standen jedoch keine geeigneten Räumlichkeiten zur Verfügung. Vor einem Monat entschied der Rat, einen Teil der Liegenschaft 2313 zu kaufen. Das Gebäude steht an idealer Lage, direkt neben dem Schulhaus. Die Arbeitsgruppe beantragte, diese Räumlichkeiten vorläufig nutzen zu dürfen, sozusagen für eine Testphase, bis die Erweiterung des Schulhauses II abgeschlossen ist. «Hier wären alle Bedingungen zum Gelingen des Angebotes erfüllt. Wir könnten Erfahrungen sammeln und es wird sich herausstellen, ob es klappt», meinte Béguelin.

Finanztechnische Bedenken

Im Gemeinderat tauchte die Frage auf, ob es nicht finanztechnische Probleme gäbe. Denn wenn das «Wurzeli» die Räume als Leistungsauftragsnehmer der Gemeinde nutzt, wäre dies Eigennutzen, was budgetrelevant wäre. Mit dem Vorbehalt, dass diesbezüglich keine Probleme entstehen, gab der Rat der Arbeitsgruppe grünes Licht, um die Liegenschaft zu inspizieren. Zusammen mit einer Vertretung des Vereins und einer Fachperson wird sie prüfen, ob Renovationen vorzunehmen sind und wie viel diese allenfalls kosten würden. Sollten sich die Räumlichkeiten eignen und sich die Sanierungen finanziell im Rahmen halten, würde dem Umzug nichts mehr im Weg stehen.

Schwierige Jugendarbeit

In den drei Gemeinden Halten, Oekingen und Kriegstetten (HOeK) kümmern sich seit einiger Zeit Jugendbeauftragte um die Jugendarbeit. Trotz diverser Bemühungen sei es jedoch nicht gelungen, die Jugendarbeit HOeK aktiv aufrecht zu erhalten, schreiben die drei Gemeinderäte in einem E-Mail an die umliegenden Gemeinden. Es fehle ihnen an Grösse, um ein wirkungsvolles Umfeld für die Jugendlichen zu schaffen, heisst es weiter. Deshalb gelangten sie an ihre Nachbarn mit der Idee, gemeinsam eine überregionale Jugendarbeit aufzubauen.

Dies mache Sinn, da die Jugendlichen vom äusseren Wasseramt zum grossen Teil im OZ 13 in Subingen zu Schule gehen, einander kennen und sich auch in der Freizeit treffen.
Im Gemeinderat Subingen fand dieser Antrag jedoch keine Mehrheit. Urs Lehmann (FDP) nannte als Grund für die ablehnende Haltung der Fraktion schlechte Erfahrungen, die die Gemeinde mit Jugendarbeit gemacht habe. Agnes Roth (CVP) fügte an, der Wunsch nach Jugendarbeit sollte von den Jungen selber kommen. Mit vier zu fünf Stimmen sprach sich der Rat gegen eine Zusammenarbeit mit den OZ 13-Gemeinden aus.