Horriwil
Planung im Dorfzentrum wird nun relativ schnell vorangetrieben

Eine sogenannte Zwischenverfügung ermöglicht es dem Gemeinderat Horriwil, die Planung im Dorfzentrum voranzutreiben. Dies, obwohl eine Beschwerde beim Regierungsrat hängig ist.

Rahel Meier
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Noch ist das Zentrum von Horriwil unbebaut.

Noch ist das Zentrum von Horriwil unbebaut.

Hanspeter Bärtschi

Im letzten Mai war eine Planungszone über vier Grundstücke im Zentrum der Gemeinde erlassen worden. Ziel dieser Massnahme ist es, dass ein neuer, gemeinsamer, Gestaltungsplan erarbeitet werden kann, der es ermöglicht, dass die vier Grundstücke als architektonische Einheit überbaut werden. In der heutigen Situation wäre dies nicht möglich, weil drei Gestaltungspläne für das Gebiet bestehen. Diese wurden zwischen 1989 und 2008 erarbeitet und genehmigt und genügen den heutigen Ansprüchen nicht mehr, wie Gemeindepräsident Franz Schreier mehrere Male deutlich erklärte.

Gegen die Planungszone wurden zwei Einsprachen eingereicht und nach der Ablehnung durch den Gemeinderat an den Regierungsrat weitergezogen.

Auftrag bereits erteilt

Mit der Zwischenverfügung ist die Beschwerde beim Regierungsrat gegen die Planungszone nun bis Ende Juni sistiert. Der Gemeinderat Horriwil hat die Firma Asperger (Raumplanung und Städtebau, Solothurn) damit beauftragt, die ortsbaulichen Richtlinien für das Dorfzentrum festzulegen. «Die Parzellen sind zum Teil verzettelt», so Susanne Asperger. Städtebaulich gesehen mache es Sinn, ein gemeinsames Konzept zu erarbeiten, das sich auch in die Umgebung einfüge. Auch eine gemeinsame unterirdische Parkierung könnte Thema sein. Nicht einfach sei die Situation, weil einige Grundstückseigentümer so schnell wie möglich überbauen möchten, andere noch gar keine Pläne haben.

«Wir haben den Einsprechern schon letzten Sommer angeboten, dass wir die Planung an die Hand nehmen, sodass es ihnen möglich ist «eine erste Überbauungsetappe mittels Erlass eines diesen Richtlinien entsprechenden Gestaltungsplanes auf ihren Parzellen an die Hand zu nehmen_», wie es im Gemeinderatsprotokoll von Mitte März steht.

Die Gemeinde wolle Investoren nicht verjagen, meint Schreier. Es gehe darum, dass die vier Grundstücke «qualitativ überzeugend und der Umgebung angepasst» überbaut werden. So wie es auch im räumlichen Leitbild steht.

Die vier Grundstücke im Zentrum sind laut Schreier «das Filetstück» an Bauland, das die Gemeinde noch hat. In der Mitwirkung zum räumlichen Leitbild war genau diese Fläche sehr umstritten. Mit den Vorarbeiten, die nun geleistet werden, könne anschliessend ein Gestaltungsplan erarbeitet werden.