Luterbach
Pläne für Biogen-Uferpark und Leitungen sind aufgelegt

Mit dem Bau der riesigen Biogen-Fabrikationsanlage im Attisholz Süd sind auch Bauten in der Peripherie nötig oder vorgesehen. Die Rede ist vom Uferpark und der Erschliessung mit einer Gas- und Prozessabwasserleitung.

Urs Byland
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Am neu gestalteten Aareufer vor dem Neubau der Biogen soll künftig auch die nationale Veloroute zwischen Aarau und Solothurn entlangführen.

Am neu gestalteten Aareufer vor dem Neubau der Biogen soll künftig auch die nationale Veloroute zwischen Aarau und Solothurn entlangführen.

Illustration/zvg

Nach der Mitwirkung zum Uferpark erfolgt nun die Auflage des Erschliessungs- und Gestaltungsplans Uferpark. Promenade, Parksaum und Späckgraben gelten mit den Plänen als baubewilligt. Unterschieden wird in fünf Bereiche. Beim Attisholzplatz (südlich der Fussgängerbrücke) konzentriert sich die Freizeit- und Erholungsnutzung. In diesem Bereich sind Bauten für diverse Nutzungen erlaubt.

Vorgesehen ist eine Bootsanlagestelle. Die Konzession wird mit der Genehmigung des Erschliessungs- und Gestaltungsplanes erteilt. Bestehende Gebäude, Anlagen und Einrichtungen in diesem Bereich können erhalten, massvoll erweitert, umgenutzt, rückgebaut oder ersetzt werden. Umnutzungen für Gastronomie- und Kulturnutzungen sind möglich.

Mehr oder weniger stark genutzt

Ebenfalls der Freizeit- und Erholungsnutzung dienen kann der Bereich ehemalige Kläranlage. Eine Idee ist die Umgestaltung der Kläranlage in ein Bioschwimmbad.

Der Bereich an der Aare, insbesondere entlang des geplanten Uferweges wird als «Extensiver Parkraum» definiert. Dieser Bereich dient weniger der Freizeit- und Erholungsnutzung als der ökologischen Nutzung und der Naturbeobachtung. Der Bereich «Intensiver Parkraum» dient der intensiven Freizeit- und Erholungsnutzung sowie der ökologischen Nutzung. Er ist rund um die Promenade eingezeichnet.

Dann gibt es noch zwei Fenster zur Aare. Das westliche Fenster dient ausschliesslich der Naturbeobachtung, das östliche der Freizeit- und Erholungsnutzung. Mit den Fenstern sollen die Sichtbeziehungen zum Nordareal gewährleistet werden. Diese Bereiche sind von hochwachsenden Gehölzen freizuhalten.

Der Kantonale Erschliessungs- und Gestaltungsplan «Öffentlicher Uferpark – Attisholz Süd, Luterbach» ist noch bis 24. September einsehbar.

Visualisierungen des Uferparks von Biogen in Luterbach: Ein grüner Streifen belebt das Aareufer.
4 Bilder
Der 56'000 Quadratmeter grosse Park zieht sich vom Emmenspitz bis zur alten Kläranlage mit den Schwimmteichen. Das Biogen-Betriebsgelände bleibt frei zugänglich.
Uferpark Biogen
Der öffentliche Platz neben der ehemaligen Attisholz-Kantine.

Visualisierungen des Uferparks von Biogen in Luterbach: Ein grüner Streifen belebt das Aareufer.

zvg

Linienführung ist klar

Liegt der Uferpark nördlich vom Biogen-Areal, erfolgt die Erschliessung von Gas und Abwasser für die Biogen-Anlage auf der westlichen Seite. Nach langer Diskussion über die Linienführung ist diese nun klar. Gas und Abwasser werden über die Nordstrasse zum Schützenweg und entlang des Fussballplatzes zum Abwasserpumpwerk des ZASE (Zweckverband Abwasserregion Solothurn-Emme) im Aareschachen Luterbach geführt.

Von dort wird die Gasleitung zum bestehenden Netz in der Zuchwilerstrasse gezogen. Die Abwasserleitung kann an den bestehenden Abwasserkanal des ZASE angeschlossen werden und das Abwasser zum Areal des ZASE auf der gegenüberliegenden Seite der Emme gepumpt werden.

In der ersten Biogen-Ausbauphase kann das nährstoffreiche Abwasser ohne zusätzliche ZASE-Bauten gereinigt werden. Ab der zweiten Ausbauphase muss das Abwasser vom Pumpwerk in einer separaten Leitung zur ZASE geführt werden. Dann soll die Leitung auf einem separaten Steg die Emme queren. «Das nährstoffreiche Wasser erhält eine eigene Klärgrube», erklärt Jürg Nussbaumer, Ressortleiter Planung/Umwelt im Gemeinderat. Mit den Abfällen soll eine Kompostgasanlage genutzt werden. Die beiden nebeneinander geführten Gas- und Abwasserleitungen passieren auf ihrem Weg einen mit Abfällen belasteten Standort. Belastetes Material muss entsprechend entsorgt werden.