Der Gemeinderat Biberist stellt sich einstimmig hinter die neu ausgearbeitete Kostenbeteiligung für die regionalen Aufgaben der Repla Espace Solothurn. Die Vereinbarung soll für die Jahre 2017 bis 2020 unterschrieben werden.

Im Jahr 2014 lag der Soll-Betrag für Biberist bei 162 592 Franken. Mit dem neuen Verteiler sind es 177 193 Franken. Damit werden künftig die Beiträge für die ökologischen Vernetzungsprojekte via neuen Kostenverteiler abgerechnet. Ebenfalls integriert ist das Naturmuseum, das von Beiträgen profitieren kann.

Verdichtet bauen

Der Gemeinderat genehmigte am Montagabend zwei Gestaltungspläne. Beide werden noch öffentlich aufgelegt. Der Gestaltungsplan Blümlisalpstrasse sieht auf der Parzelle GB Nr. 355 ein fünfgeschossiges Bauwerk (ohne Attika) in der Form eines «Z» vor. Nutzungsart, Nutzungsmass und Geschossigkeit orientieren sich an der bereits bestehenden Nachbarbebauung entlang dem südlichen Teil der Blümlisalpstrasse mit 3 bis 5 Geschossen.

Das Gebäude darf maximal 16,5 Meter hoch werden und es sollen rund 45 Miet- oder Eigentumswohnungen erstellt werden, die sich auch für ältere Menschen eignen. Definiert ist bereits, dass im Südbereich der Parzelle ein Spielplatz und ein Gemeinschaftspavillon erstellt werden. Im Nordbereich kommen die Erschliessungsanlagen, wie die Einstellhallenrampe für die Tiefgarage, die Besucherparkplätze und die Entsorgungszone zu stehen.

Die Erschliessung des Gebäudes erfolgt über die Blümlisalpstrasse. Bereits in den Sonderbauvorschriften zum Gestaltungsplan ist vorgeschrieben, dass das Flachdach des Gebäudes extensiv begrünt werden soll. Die Fassade ist feingliedrig in horizontaler Schichtung vorgesehen, sogenannte Balkontürme sind nicht erlaubt.

Der öffentlich Fuss- und Veloweg entlang der Bahnlinie des RBS wird in die Planung einbezogen. Ausserdem wird entlang der Blümlisalpstrasse ein zweites Trottoir erstellt.
Die Wohnbaugenossenschaft Biberist möchte im Giriz drei Mehrfamilienhäuser mit etwas über 40 Wohnungen erstellen. Die Parzelle GB Biberist 1355 liegt heute in der Wohnzone W2d. Damit verdichtet gebaut werden kann, soll der Bauzonenplan geändert und mit der Zone W3b geplant werden.

Die dreigeschossigen Bauten sehen grosszügige Balkone und eine Attika vor. Die Parkierung wird unterirdisch geregelt, da das Grundstück mit dem öffentlichen Verkehr nicht allzu gut erschlossen ist, wird eine grosszügige Anzahl an Besucherparkplätzen eingeplant. Die Bauten kommen ans Emmeufer zu stehen und so musste auch das kantonale Hochwasserschutzprojekt in die Planung einbezogen werden.

Geplant sind zudem grosszügige Balkone. Die parallele Anordnung der Bauten verhindert gleichzeitig gegenseitige Einblicke und schützt die Privatsphäre der Bewohner.

Im Traktandum «Verschiedenes» informierte Martin Blaser, dass Wohnraum für Asylbewerber gefunden wurde.

Im Bleichenberg kann ein Einfamilienhaus gemietet werden, das zwei Familien Platz bieten könnte. Die Nachbarschaft sei informiert worden. «Die meisten haben mit Verständnis reagiert», so Blaser.