Nachtruhe

Petition fordert: Zwischen 22 und 6 Uhr sollen Biberister Kirchenglocken nicht läuten

Gegen das Kirchenglockengeläut in Biberist wurde eine Petition gestartet. Sie sollen die Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr einführen. (Symbolbild)

Gegen das Kirchenglockengeläut in Biberist wurde eine Petition gestartet. Sie sollen die Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr einführen. (Symbolbild)

Der Biberister Lukas Spichiger hat schon wieder eine neue Petition lanciert. Sein Anliegen: Das Glockengeläut in seiner Wohngemeinde soll in der Nacht eingestellt werden.

Der 17-jährige Biberister Lukas Spichiger hat eine weitere Petition eingereicht. Er werde nachts durch das Glockengeläut der Kirchen in Biberist geweckt. Darum fordert er, dass die Glocken der reformierten Kirchgemeinde Biberist-Gerlafingen per sofort das Glockengeläut zwischen 22 Uhr und 6 Uhr einstellen. «Ich erwache in der Nacht immer wieder. Es ist wichtig, dass man einen gesunden Schlaft hat», sagt er gegenüber Tele M1. Für das Einhalten der Nachtruhe will er 100 Unterschriften sammeln. Im Dorf hat er bereits schon Informationsblätter verteilt, um die Bewohner über sein Anliegen zu informieren.

Der Präsident der Reformierten Kirchgemeinde Biberist-Gerlafingen, Heinz Stephani, sagt dazu: «Die Zeiten haben sich geändert, und das Kirchengeläut ist sicherlich nicht mehr so wichtig wie früher.» Aber er sei enttäuscht von Lukas Spichiger, dass er vor der Lancierung seiner Petition nicht mit ihm gesprochen habe, so Heinz Stephani gegenüber Tele M1. Nach Ausstrahlung der Sendung holte Lukas Spichiger das nach. Er werde das Konzept seiner Petition überarbeiten, kündigt er gegenüber dieser Zeitung an. Dies, weil bereits mehrere Kommentare gegen die Petition geschrieben wurden. Am Dienstagabend wird das Thema im Kirchengemeinderat der katholischen Kirche Biberist zur Diskussion stehen. 

Schon mehrer Petitionen gestartet

Der 17-Jährige hat bereits mehrere Petitionen lanciert. Bereits anfangs September wollte er einen Stadtlauf durch die Solothurner Altstadt organisieren. Dafür hoffte er auf 5'000 Franken Spendengelder, um diesen Lauf zu realisieren. Durch eine Spende von 1'000 Franken konnte er das Projekt einreichen. Auf Grund von zuwenig eingeplantem Sicherheitspersonal wurde das Gesuch bei der Stadt abgelehnt. 

Auch während der HESO dieses Jahres forderte er zusammen mit der Aargauerin Nancy Holten, das Säulirennen an der HESO abzuschaffen. Die beiden empfanden das Säulirennen als Tierquälerei. Jetzt ist die Petition auf Grund von nicht geeigneten Quellenangaben und falschen Tatsachenbehauptungen auf der Seite «openPetition» gesperrt worden. Gemäss Lukas Spichiger hat die Petition viele Unterstützer gefunden. Das Säulirennen sei aber mit viel Tradition verbunden und werde deshalb nicht abgeschafft. (ber)

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