Das Budget der Einwohnergemeinde Selzach gab an der Gemeindeversammlung vom Montagabend kaum Anlass zu Diskussionen. Dies, obwohl der Voranschlag seit längerer Zeit erstmals wieder einen Aufwandüberschuss vorsieht.

656 000 Franken rückwärts soll Selzach 2016 machen. Der Steuerfuss wird aber nicht angetastet: Er bleibt bei 110 Prozent für Privatpersonen und 113 Prozent für Firmen. Mit 2 Gegenstimmen und 2 Enthaltungen wurde das Budget von den 71 anwesenden Stimmberechtigten durchgewinkt.

Sportschützen gehen leer aus

Etwas mehr zu reden gab laut Gemeindeschreiber Christoph Brotschi die Teilrevision des Reglements für die Vereinsunterstützung. Neu sollen die Vereine zusätzlich zu den Grundbeiträgen durch die Gemeinde auch Unterstützung erhalten, wenn sie innerhalb des Gemeindegebiets private Infrastruktur nutzen.

Die Vereine können einen Antrag an die Kulturkommission stellen, damit ihnen etwa bei der Miete unter die Arme gegriffen wird. Dem stimmte die Gemeindeversammlung klar zu.

Peter Brudermann stellte den Antrag, diese Beitragsberechtigung zusätzlich auf die Nutzung der Infrastruktur ausserhalb Selzachs auszuweiten. Brudermann ist Präsident der Sportschützen Leberberg, die für ihr Training teilweise nach Schwadernau fahren müssen. Sein Antrag fand aber kein Gehör: Bloss 4 Personen stimmten dafür. (crs)