Gemeinderat
Pavillon für Tages-Betreuung in Derendingen könnte Unterricht stören

Der vorgesehene Standort für den Pavillon ist gar nahe beim Schulhaus. Die Konzentration der Schüler könnte leiden. Deshalb muss zuerst eine Machbarkeitsstudie für das Projekt erstellt werden.

Nadine Schmid
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Der geplante Pavillon könnte eine Ablenkung für die Klassen im nah gelegenen Schulhaus darstellen. (Symbolbild)

Der geplante Pavillon könnte eine Ablenkung für die Klassen im nah gelegenen Schulhaus darstellen. (Symbolbild)

ANTON GEISSER

Der Pavillon für die schulergänzende Tagesbetreuung soll bei der Steinmattstrasse 15 realisiert werden. Der Gemeinderat sprach sich mit einer Gegenstimme für diesen Standort aus. Zuerst muss aber eine Machbarkeitsstudie erstellt werden.

Das Grundstück ist für einen Pavillon zu klein, kann aber vergrössert werden, sodass dann aber sehr nahe ans Schulhaus gebaut werden muss. Ebenfalls zur Auswahl stand das Gelände an der Eigerstrasse 22, gegen das sich der Rat aufgrund der gefährlichen Kurve und der Friedhofsnähe entschied.

«Bei der Steinmattstrasse besteht genügend Sicherheit für die Kinder, und der Pavillon wäre durch das nahe Schulhaus an eine schöne Anlage angebunden», argumentierte Vizepräsident Roger Spichiger.

Die Schulhausnähe wurde zwar allgemein für attraktiv empfunden, aber es wurde auch angemerkt, dass in den nahen Schulzimmern eine gewisse Ablenkungsgefahr der Schüler im Unterricht aufkommen könnte. Als Massnahme könne man sich eine Bepflanzung des Pavillon-Areals vorstellen.

Mit Wegpauschale wird zugewartet

Das Amt für soziale Sicherheit hat der Spitex bewilligt, eine Wegpauschale einzuführen, die dann jeder Kunde zu bezahlen hätte und die höchstens sechs Franken betragen dürfe. So können Spitex und Gemeinden entlastet werden, wobei jede Spitex und jede Gemeinde selbst über die Einführung entscheiden kann.

Die Kunden sollen in Derendingen momentan nicht für die Wegkosten der Spitex bezahlen. Dies entschied der Gemeinderat einstimmig, weil die Rechtslage bei einer Wegpauschale nicht geklärt sei. Bei einer Klage hätte die Gemeinde je nach Prozessausgang Unkosten zu tragen.

Das Flurwegreglement wird aufgehoben. Sämtliche Belange für die Flurwege, die inzwischen alle ins öffentliche Strassennetz der Einwohnergemeinde übernommen worden sind, werden in einem anderen Reglement abgebildet.

Verfahren verkürzen

Der Gemeinderat hat zudem den Antrag der Sozialkommission Sozialregion Wasseramt Ost bewilligt, eine Stellenerhöhung von 50 Prozent per 1. Januar 2016 vorzunehmen. Diese wird im Bereich der Aufnahme von Sozialhilfeempfängern eingeführt. Der Sozialdienst möchte noch strengere Voraussetzungen schaffen, um vor allem diejenigen herauszufiltern, die keinen Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe haben.

Nach siebenmonatigem Aufenthalt von Asylsuchenden muss die Sozialhilfe und nicht mehr der Bund helfen. Nach dieser kurzen Zeit in der Schweiz verstünden die Asylsuchenden die Sprache nicht und würden auch das schweizerische und kantonale System nicht kennen. Dadurch vergrössere sich der Aufwand enorm, die Fachstelle sei vollkommen überlastet.

Mit der neuen Stelle soll die Triage verkürzt werden. Die neue Arbeitskraft werde darauf spezialisiert sein, Anträge von neuen Klienten zu bearbeiten.

Niederdruck-Problem angehen

Das baufällige Niederdrucknetz sorgte in der Vergangenheit bereits für grössere Schäden im Oberdorf. Nun soll sich eine Arbeitsgruppe bestehend aus je zwei Mitgliedern der EWD (Peter Rindlisbacher und Roland Wittwer) sowie der Gemeindeverwaltung (Peter Kossmann und Astrid Steiner) der Sache annehmen.

Einerseits geht es darum zu eruieren, was für Massnahmen getroffen werden müssen, und andererseits zu ermitteln, wer der beiden Parteien für die Bezahlung zuständig ist. Bis 2018 müssen die Ergebnisse vorliegen, da dann die Hauptstrasse saniert wird, wo sich die betreffende Niederdruckleitung befindet.