Pastoralraum Wasseramt West-Bucheggberg
Elke Freitag als neue Pastoralamtsleiterin eingesetzt: Sie will hinaus zu den Leuten

Der Pastoralraum Wasseramt West-Bucheggberg erhält eine neue Leiterin und damit auch ein Gesicht. Elke Freitag wurde am Sonntag in Biberist eingesetzt.

Marlene Sedlacek
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Elke Freitag als neue Pastoralraumleiterin des Pastoralraums Wasseramt West-Bucheggberg. Hinten: Domprobst Arno Stadelmann als leitender Priester.

Elke Freitag als neue Pastoralraumleiterin des Pastoralraums Wasseramt West-Bucheggberg. Hinten: Domprobst Arno Stadelmann als leitender Priester.

José R. Martinez

Seit vier Jahren besteht der Pastoralraum Wasseramt West-Bucheggberg (WWB), zumindest auf dem Papier. Nun übernimmt eine Pastoralraumleiterin das Zepter und wird dafür sorgen, dass dieser Raum nicht ein Papiertiger bleibt, sondern auch in der Praxis richtig etabliert wird. Am Sonntag wurde Elke Freitag im Gottesdienst in der Marienkirche Biberist, gemeinsam mit Arno Stadelmann als leitender Priester, feierlich in das Amt eingesetzt. Ebenso wurde Pater Varghese Joseph Oic als neuer Vikar begrüsst.

Freitag freut sich darauf, dafür zu sorgen, dass das Glaubensleben im Pastoralraum lebendig bleibt und wächst. Zum Pastoralraum WWB gehören die Pfarreien Gerlafingen, Kriegstetten, Biberist und Lohn-Ammannsegg mit dem Bucheggberg.

Einsetzung von Elke Freitag als neue Pastoralraumleiterin desWasseramt West-Bucheggberg.
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Von links nach rechts: Domprobst Arno Stadelmann als leitender Priester. Elke Freitag neue Pastoralraumleiterin, Edith Rey-Kühntopf, Regionalverantwortliche der Bistumsregion St. Verena, Pater Joseph Varghese Oic als neuer Vikar.
Edith Rey-Kühntopf, Regionalverantwortliche der Bistumsregion St. Verena, hinten Domprobst Arno Stadelmann.
Links: Domprobst Arno Stadelmann, Edith Rey-Kühntopf, Regionalverantwortliche der Bistumsregion St. Verena, rechts Elke Freitag.
Einsetzung von Elke Freitag als neue Pastoralraumleiterin desWasseramt West-Bucheggberg: Rede von Edith Rey-Kühntopf, Regionalverantwortliche der Bistumsregion St. Verena.
Antrittsrede von Elke Freitag, der neuen Pastoralraumleiterin des Wasseramt West-Bucheggberg.

Einsetzung von Elke Freitag als neue Pastoralraumleiterin desWasseramt West-Bucheggberg.

José R. Martinez / Solothurner Zeitung

Bedürfnisse im Gespräch erkennen

Die Aufgaben der Pastoralleiterin sind vielfältig. Es gibt zahlreiche administrative und koordinative Aufgaben zu bewältigen. Die vielgestaltigen Aufgaben in Liturgie, Katechese, Diakonie und Gemeinschaftsbildung sollen von den Pfarreien gut erfüllt werden können. Auch die Arbeit mit verschiedenen Gremien und Gruppierungen, wie dem Kirchenrat, den Pfarreiräten, der Ministrantengruppe oder dem Kirchenchor gehört zum Portfolio.

«Ich will hinhören wo die Bedürfnisse sind, und schauen, wie man diesen gerecht werden kann»

bekräftigt Elke Freitag. Die zierliche Frau scheut sich nicht, solche Führungsaufgaben mit einer grossen Verantwortung zu übernehmen. Die promovierte Theologin war im Seminar St. Beat in Luzern als Ausbildungsleiterin und Kursleiterin für Berufseinführung tätig. Dort hat sie bereits Leitungserfahrungen sammeln können. Einen Pastoralraum mit vier Pfarreien und 18 politischen Gemeinden zu übernehmen, sei aber doch etwas Neues für sie, gesteht sie ein. Sie ist jedoch zuversichtlich, dass sie auch in schwierigen Fragen ihre Frau stehen wird. Die 46-Jährige findet es ein Privileg, dass sie in ihrem Alter nochmals eine neue Aufgabe übernehmen darf, sich ein anderes Umfeld schaffen und neue Leute kennen lernen kann.

Hinausgehen zu den Leuten und das Gespräch suchen

Doch die Theologin möchte sich nicht hinter dem Schreibtisch verstecken. Mit der Übernahme dieser Stelle erfüllt sie sich ihren Herzenswunsch, wieder in die Seelsorge zurückzukehren. «Ich kann als Seelsorgerin so viel tun», schwärmt sie. Sie möchte für die Menschen vor Ort spürbar und sichtbar sein, ihren Glauben mit anderen teilen und ihre Energie darauf verwenden, die Botschaft Jesu Christi zu verbreiten.

Sie legt Wert darauf, den Bezug zu den Menschen vor Ort zu pflegen, vom Kleinkind bis zum betagten Senior und zur betagten Seniorin. Sie schätzt das breite Spektrum, das die Seelsorge umfasst. Dazu gehören Gottesdienste, Taufen oder Beerdigungen. Es liegt ihr jedoch viel daran, auch im täglichen Leben aktiv auf die Leute zuzugehen und das Gespräch mit ihnen zu suchen. Sei dies bei einem Krankenbesuch oder auch mal bei einer spontanen Begegnung beim Einkaufen im Supermarkt.

Am 1. November hat sie ihr neues Zuhause im katholischen Pfarrhaus in Gerlafingen bezogen. In dieser kurzen Zeit durfte sie bereits schöne Begegnungen und gute Gespräche erleben. Ihr gefällt auch die Gegend. «Nahe bei der Stadt, aber trotzdem ländlich gelegen», schätzt sie.

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