Parteigründung
SVP hat in Derendingen neu eine Ortspartei

Die Gründung kurz vor den Gemeindewahlen ist nicht zufällig gewählt. Die SVP Derendingen will an diesen ein Wort mitreden.

Urs Byland
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Die SVP war in Derendingen früher auch schon präsent. 2005 fand der Parteitag SVP Kanton Solothurn in der Aula Mitteldorf statt.

Die SVP war in Derendingen früher auch schon präsent. 2005 fand der Parteitag SVP Kanton Solothurn in der Aula Mitteldorf statt.



Archiv/Maddalena Tomazzoli

In Derendingen steht ein harter Legislaturübergang bevor. Die Rede ist nicht von der Wahl des Gemeindepräsidenten, der möglicherweise auf einen Zweikampf zwischen den Kontrahenten Markus Baumann und Roger Spichiger hinausläuft. Ein Zweikampf, der, sollte er ausgetragen werden, SP-intern zu Zerwürfnissen führen könnte. Hat doch beispielsweise der offizielle SP-Kandidat Roger Spichiger ein Parteiausschlussverfahren gegen den möglichen wilden Kandidaten Markus Baumann, Präsident der SP Derendingen, angedroht.

Die Rede ist neu auch von der Wahl des Gemeinderates. Hier standen bisher die bisherigen Gemeinderatsparteien (CVP/FDP/SP) alleine in den Startlöchern, um die von elf auf sieben reduzierten Sitze unter sich auszujassen. Doch sie treten nicht alleine an. Am Mittwoch wurde eine neue Lokalsektion der SVP gegründet. Zum Präsidenten der Lokalpartei wurde der 54-jährige Daniel Schaer, Leiter Feuerwehrausbildung bei der Solothurner Gebäudeversicherung, gewählt. Damit hat Derendingen wieder eine lokale SVP, nachdem bereits bis 2013 eine bestand. «Hier kommt eine neue Generation ans Ruder», erklärt Rémy Wyssman, Präsident der SVP Amtei Bucheggberg-Wasseramt, der bei der Gründung als Tagespräsident amtete.

«Es ist höchste Zeit, dass Derendingen wieder eine aktive SVP erhält», erklärt Daniel Schaer. Acht Jahre ohne SVP Derendingen seien genug. «Wir wollen in der drittgrössten Gemeinde im Wasseramt wieder präsent sein und unseren Sympathisanten, die es sicherlich gibt, eine Stimme geben.» Der Zeitpunkt der Parteigründung, kurz vor den Gemeinderatswahlen, sei bewusst gewählt. Man wolle nicht vier Jahre warten und allenfalls in Kommissionen mitarbeiten. «Wir wollen mitgestalten und 1 bis 3 Sitze im Gemeinderat holen.» Die SVP-Liste soll mit drei, allenfalls vier Personen bestückt werden. Am Rennen um das Gemeindepräsidium will die neue Ortspartei nicht teilnehmen.