Derendingen

Parkfelder auflösen: Wie Kuno Tschumi das Problem Schulwegsicherheit lösen will

Schulhaus Steinmatt in Derendingen

Der Gemeinderat von Derendingen will Parkfelder auflösen und eine Haltebucht einrichten. Damit soll die Schulwegsicherheit rund um das Schulhaus Steinmatt verbessert werden.

Die Schulwegsicherheit rund um das Schulhaus Steinmatt ist ein Problem. Einerseits stellen die Parkfelder an der Strasse ein hohes Risiko für die Kinder dar, andererseits seien insbesondere Lehrpersonen und Vereinsmitglieder auf genügend Parkplätze beim Schulhaus angewiesen. Nach einer umfangreichen Analyse der Schulwegsicherheit hat der Gemeinderat beschlossen, die Senkrechtparkfelder vor dem Schulhaus aufzuheben.

Ersatz ist natürlich nötig und wurde nun auch gefunden: südlich der Kindertagesstätte (Kidz). Zusätzlich mit den Plätzen östlich vom Kidz stünden dort künftig 14 Felder zur Verfügung. Sicherheitstechnisch sei dies zwar ein Vorteil, die Attraktivität der Kidz-Aussengestaltung leidet jedoch darunter. Dabei blute das Herz ein wenig, sagte Ratsmitglied Patrick Reinhart, der auch Präsident des Vereins Kidz ist, zu dieser Qualitätseinbusse. Es sei schade um die attraktive Aussenanlage, gleichzeitig sehe er aber auch die Notwendigkeit von Parkplätzen – ein Dilemma.

Weitere zwölf Parkfelder entstehen im Zuge der Rückbauarbeiten der Liegenschaft Schreinergasse 6, diese seien aber vor allem für Besucher (Friedhof und Schulhaus) vorgesehen.

Haltebucht erhöht Sicherheit

Eine weitere Massnahme zugunsten der Sicherheit ist die Haltebucht, die neu geschaffen wird. Gemeindepräsident Kuno Tschumi erklärte, dass dieses Thema bewege. Er werde häufig gefragt, warum man eine Haltebucht errichten wolle, obwohl man die Elterntaxis doch vehement ablehne. «Da die Unterbindung der Elterntaxis nahezu unmöglich ist, kann mittels Haltebucht zumindest bestimmt werden, wo die Fahrzeuge halten», erklärte Tschumi. Sicherheitstechnisch sei dies ein Vorteil. Leider seien sogar Verkehrsexperten der Ansicht, dass Elterntaxis nicht komplett verhindert werden können. Künftig darf dann auch nur in dieser Bucht gehalten werden, auf dem Strassenabschnitt vor dem Schulhaus gilt neu ein Halteverbot. Für diese Massnahmen sprach der Gemeinderat einen Nachtragskredit von 148'000 Franken. Der Antrag wurde ohne Gegenstimme bei einer Enthaltung gutgeheissen.

Im Schulhaus Mitteldorf gibt es nur geringfügige Änderungen: Der Durchgang zwischen der katholischen Kirche und dem Parkplatz westlich der Gemeindeverwaltung wird gesperrt, damit beim Parkieren keine Gefährdung entsteht. Zwecks besserer Sicht wird die Bepflanzung zurückgeschnitten. Aufgrund der Neubauten wird sich die Situation dort sowieso bald ändern.

Es geht zur Sache

Die beschlossenen Massnahmen will man möglichst rasch angehen, da sie zwingend noch vor dem Kreisel-Baubeginn am Kreuzplatz abgeschlossen sein müssen. Bereits ab Juli ist die Steinmattstrasse nämlich nur noch als Einbahn befahrbar. Sie ersetzt in der Bauphase die Hauptstrasse und wird den Verkehr von Süden nach Norden wegführen, während die Hauptstrasse nur noch in Richtung Süden, also dorfeinwärts, befahrbar ist.

Zum Kreuzplatz-Kreisel informierte Roger Spichiger, Leiter Bau und Planung, dass die Kommission für Werterhalt und Infrastruktur das kantonale Auflageprojekt in der Vernehmlassung bereits eingehend studiert habe. Eingaben, die vor allem redaktioneller Natur gewesen seien, wurden eingereicht. Demnächst werde auch dieses Projekt aufgelegt. «Es geht zur Sache», kommentierte Kuno Tschumi.

Die eigentlichen Strassenbauarbeiten starten zwar erst Anfang 2020, ab Juli dieses Jahres laufen aber bereits Werkleitungs- und Vorbereitungsarbeiten. Dann beginnt der Einbahnverkehr, der sich praktisch über die gesamte Bauphase bis Weihnachten 2020 ziehen wird. Einzig über die Wintermonate 2019/20 wird es einen Unterbruch der Bauphase geben, da wird die Hauptstrasse vorübergehend in beide Richtungen zu befahren sein. Schon diesen März werden nun auch die Bierhalle und das daran angebaute Gebäude abgerissen.

12 Einsprachen zur Hauptstrasse

Roger Spichiger erklärte zudem, dass es bei der öffentlichen Auflage der Hauptstrasse zwölf Einsprachen gegeben habe. Einige betreffen den vorgesehenen Minikreisel bei der Biberiststrasse, welcher allerdings erst etwa 2022 an der Reihe ist. Andere betreffen den Rank beim Benediktusplatz. Drei Einsprachen sind zum unteren Teil der Hauptstrasse eingegangen, darin gehe es vor allem um Parkplätze, die verloren gehen.

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