Subingen
Parcours bietet Spass für Hund und Besitzer

Das Wohnheim Kontiki organisierte am Wochenende einen Hundeplauschparcours.

Gundi Klemm
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Hundeplauschturnier vom Wohnheim Kontiki in Subingen
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Eines der Spezialspielzeuge aus dem Kontiki.

Hundeplauschturnier vom Wohnheim Kontiki in Subingen

Michel Lüthi

Am letzten Wochenende fand in Subingen und Umgebung ein Hundeplauschparcours statt. Zu verstehen war darunter ein eineinhalbstündiger Rundgang entlang von acht Posten mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen. «Wir haben die Strecke so gewählt, dass sie tauglich ist für Kinderwagen und Rollstühle», betont Karin Gmür als stellvertretende Heimleiterin im Wohnheim Kontiki. «Uns lag am Herzen, dass sich Hundeliebhaber einzeln und im Verband ganzer Familien auf den Rundweg begeben können und dabei gemeinsam mit ihrem Tier viel Spass erleben.»

Wieso aber fühlt man sich im Behindertenwohnheim Hunden und ihren Haltern so verbunden, dass ein solcher Anlass ausgerichtet wird? Dabei waren nämlich immerhin 37 Helferinnen und Helfer, zusammengesetzt aus Freiwilligen und Mitarbeitenden, im Einsatz. «Diese erstmalige Durchführung entspricht einem wesentlichen Teil unserer Gesamtstrategie», sagt Gmür.

Sinnvolle Produkte

Schon vor dem Umzug der «Kontikianer» 2010 von Zuchwil nach Subingen machte sich die Institutionsleitung Gedanken zum Beschäftigungsbereich. «Wir wollten etwas finden, das nicht alle Heime unserer Ausrichtung machen», erinnert sich Karin Gmür. Der Blick fiel auf Produkte für Hund und Katze. Hinzu kam, dass Gmür selbst über langjährige kynologische Erfahrung und viel Verständnis für Tiere verfügt.

Offenes Haus

Geplant ist inzwischen, die Werkstatt zu erweitern. Vorgesehen ist ein Neubau auf einem benachbarten Landstück. Das Wohnheim umfasst 50 Plätze für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. Dazu kommt eine Aussenwohngruppe für vier Personen und sechs teilzeitlich integrierte Behinderte. «Wir tun alles dafür, dass wir Leben ins Haus bringen und die Öffentlichkeit zu uns einladen», unterstreicht die stellvertretende Heimleiterin. So finden in den Räumlichkeiten Sitzungen und Feste für Aussenstehende statt. «Unsere Küche ist auf derartige Events bestens vorbereitet», sagt Gmür mit Blick auf den Hundeplauschparcours, der auch Zweibeiner mit «Leckereien» beglückte. (gku)

Dies war der Startschuss für die Entwicklung spezieller Produkte für Spiel und Betreuung von vierbeinigen Haustieren. «Diese Entscheidung bedeutete für uns, dass wir Beschäftigung und Arbeit in der Werkstatt erweitern konnten», folgert Gmür. Denn wie grosse Ladenketten in der Schweiz zeigen, ist der umsatzstarke Markt mit Produkten für Hund und Katze ausserordentlich breit aufgestellt.

Für das Kontiki hiess das, sich an diesen im Handel erhältlichen Erzeugnissen auch qualitativ messen zu lassen. Wer heute den «Konhapi»-Produkte-Katalog des Wohnheims aufmerksam betrachtet, bewundert die 25 Artikel umfassende Palette allein für Hunde und ebenso viele für Katzen. Dies bedingt ein beachtliches Know-how in der Herstellung der Erzeugnisse, in der von Holzbearbeitung bis zur Arbeit mit Leder, Stoff und Garn alles vorhanden ist.

Das Lädeli im Erdgeschoss des Kontiki vermittelt dazu einen guten Überblick. «Uns als Betreuenden geht es darum, unseren Bewohnern im Rahmen der Tagesstruktur eine sinnvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit anzubieten», unterstreicht Gmür als Bereichsleiterin der Arbeitsagogik. «Wir wollen keinesfalls, dass unsere Produkte etwa aus Mitleid gekauft werden, sondern weil sie gut sind.» Inzwischen verfügt das Kontiki über einen beachtlichen Kundenkreis. Alle Artikel werden sogar schweizweit verschickt.