Odyssee durch Europa

Paket aus Mailand legt 2000 Kilometer bis nach Gerlafingen zurück

Das Paket reiste mit DHL quer durch Europa. (Symbolbild)

Das Paket reiste mit DHL quer durch Europa. (Symbolbild)

Ein Gerlafinger bestellte im Internet ein Paket. Der Weg machte ihn stutzig: Auf dessen Reise von Mailand in den Kanton Solothurn legte es 2000 Kilometer quer durch Europa zurück.

Neue Wireless-Kopfhörer sollten es sein. Ein Gerlafinger bestellte sie im Internet und glaubte seinen Augen nicht, als er den Lieferweg online mitverfolgte. Wie er gegenüber dem SRF-Konsumentenmagazins «Espresso» erzählt, ging es für das Paket von Mailand aus zuerst mit dem Lieferwagen ins 50 km entfernte Bergamo. Danach flog es nach Brüssel und dann weiter nach Basel.

Doch wer jetzt denkt, das Paket sei nun auf dem richtigen Weg gewesen, liegt falsch: Es folgte eine kleine Tour de Suisse über die Stationen Zürich und Genf per DHL-Transporter. Jetzt gings wieder zurück nach Zürich, gefolgt von Basel. Erst danach – nach 2000 Kilometern, acht Stationen und sechs Tagen – kamen sie an der Zieladresse in Gerlafingen an. 

«Wie ökologisch ist denn das, ein Paket durch so viele Verteilzentren zu schicken?», fragt sich der Mann.

Üblich sei dies nicht, sagt man bei DHL auf Nachfrage des Konsumentenmagazins. Die Odyssee habe auf einem Fehler eines Mitarbeiters beruht. Dieser habe das Paket falsch registriert. Dies wurde in Genf bemerkt und das Päckchen ging zurück nach Basel. Solche Fehler seien sehr selten.

Gewisse Wege, die als Umwege erscheinen, haben laut DHL auch etwas damit zu tun, dass Leerfahrten vermeiden werden sollen. So werden möglichst viele Sendungen zusammen transportiert. (ldu)

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