Ortsplanungsrevision
Die hohe Wohnqualität in Flumenthal soll auch künftig erhalten bleiben

Das räumliche Leitbild zeigt die Stossrichtung der Planung für Flumenthal auf. Das Dorf soll nicht mehr weiter wachsen, nur gerade in drei Quartieren sehen die Planer Entwicklungspotenzial.

Rahel Meier
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Der Dorfeingang Nord in Flumenthal mit den markanten Bauten entlang der Baselstrasse soll als Ganzes betrachtet und schöner gestaltet werden.

Der Dorfeingang Nord in Flumenthal mit den markanten Bauten entlang der Baselstrasse soll als Ganzes betrachtet und schöner gestaltet werden.

Hanspeter Bärtschi

Flumenthal hat heute rund 1050 Einwohnerinnen und Einwohner. Das soll sich in der Zukunft nicht allzu stark verändern. Das Dorf hat laut Ortsplaner Christian Sigrist (spi Planer und Ingenieure, Derendingen) eine hohe Wohnqualität, die man erhalten möchte. Es sollen keine neuen Bauzonen eingezont werden.

44 Flumenthalerinnen und Flumenthaler nahmen an der Informationsveranstaltung, an der das räumliche Leitbild vorgestellt wurde, teil.

«Heute werden keine Beschlüsse gefasst. Es geht nur um Informationen und wir möchten ihre Meinung zu unseren Plänen abholen»,

erklärte Gemeindepräsident Christoph Heiniger zu Beginn. Die Mitwirkung zum räumlichen Leitbild dauert bis zum 10. Dezember, Fragebogen lagen vor Ort auf, können auf der Homepage der Gemeinde heruntergeladen oder auf der Gemeindeverwaltung bezogen werden.

Zuerst wird die Stossrichtung definiert

Die Arbeitsgruppe Ortsplanung und der Gemeinderat möchten das räumliche Leitbild im kommenden Sommer durch die Gemeindeversammlung verabschieden lassen. Parallel zur Mitwirkung werde es auch vom Kanton geprüft. Die Arbeit an der Ortsplanung dürfte die ganze Legislatur in Anspruch nehmen.

Mit dem räumlichen Leitbild definiere man die Stossrichtung, in die man gehen möchte.

«Das sind aber keine grundeigentümerverbindlichen Beschlüsse.»

Das räumliche Leitbild umfasst 21 Seiten. Alle Massnahmen sind auch auf zwei Plänen dargestellt.

Entwicklungspotenzial in drei Quartieren

Christian Sigrist erläuterte an der Informationsveranstaltung die wichtigsten Ideen. Die Planer haben das Dorf in ihren Analysen in neun Quartiere aufgeteilt. Sechs davon möchte man mehr oder weniger unverändert belassen – auch weil die Häuser dort neueren Datums und der Veränderungsdruck und das Verdichtungspotenzial eher gering sind.

Ausschnitt aus der Präsentation.

Ausschnitt aus der Präsentation.

zvg

Veränderungsmöglichkeiten werden in Flumenthal für das Quartier nördlich der Baselstrasse gesehen. Eine gewerbliche Nutzung soll dort weiterhin möglich sein, das Bauland soll optimal ausgenutzt und eine hohe Bebauungsdichte angestrebt werden.

Neugestaltung und Fussgängerverbindung

Für den Ortseingang Nord, das Quartier entlang der Baselstrasse und die Haltestelle der asm soll zudem eine Gesamtgestaltung vorgenommen werden, welche zu einer Aufwertung des Areals führt. Die Gemeinde wünscht sich, dass der Kreisel auf der T5 definitiv ausgebaut wird.

Um das Quartier besser ans Dorf anzubinden, soll eine neue Verbindung für Fussgänger angeboten werden. In diesem Bereich stehen zudem einige markante Bauten, wie etwas das Restaurant Neuhüsli, die beiden angrenzenden Gebäude, und drei weitere Bauten, die als schützenswert eingestuft sind.

Wunsch nach Alterswohnungen

Veränderungen könnte es auch im Quartier Grütacker/Rütti rund um die Gemeindeverwaltung geben. Dort soll die Geschossigkeit überprüft und die Möglichkeit für eine Gesamtüberbauung geschaffen werden. Man denkt dabei vor allem an eine Zentrumsbebauung mit Alterswohnungen und Arztpraxis.

Entwicklungspotenzial hat auch das Quartier Höfli, in dem die Geschossigkeit und die Nutzung ebenfalls überprüft werden sollen.

Kultur- und Naturobjekte schützen

Mit dem räumlichen Leitbild werden 24 Kulturobjekte als schützenswert eingestuft.

«Viele dieser Gebäude sind in einem guten Zustand und werden genutzt. Das soll so bleiben»,

meinte Sigrist. Auch das Naturinventar wurde aktualisiert und wichtige Naturobjekte sollen geschützt werden.

Ein wachsames Auge werfen die Planer auf die Dorfeingänge, die attraktiver gestaltet und mit Bepflanzungen aufgewertet werden sollen. Explizit in den Plänen enthalten ist auch der Wille der Gemeinde, sich für eine Fahrplanverdichtung der asm (Aare Seeland mobil) einzusetzen. Wünschenswert wäre zudem die Einführung einer neuen Bus oder Postautoverbindung Balm–Hubersdorf–Flumenthal–Biogen Areal–Luterbach–Zuchwil-Solothurn. (rm)

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