Jegenstorf
Ökologisch und smart: Elektra setzt auf neue Technologien

Die Generalversammlung der Genossenschaft Elektra fand in den Hallen der BernExpo statt. Über 500 Genossenschafter besuchten den Anlass.

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Die Elektra Jegenstorf will intelligente Stromzähler einführen. (Symbolbild)

Die Elektra Jegenstorf will intelligente Stromzähler einführen. (Symbolbild)

Florian Niedermann

Die Transformation der Genossenschaft Elektra, Jegenstorf, im Sinne der Energiestrategie verlaufe inhaltlich und finanziell erfolgreich. Das schreibt die Elektra in einer Mitteilung zur gestrigen Generalversammlung, die von über 500 Genossenschafterinnen und Genossenschaftern besucht wurde. Auch 2016 sei die Elektra ihrer Vision einer Region, die sich zu einem guten Teil von fossilen Energieträgern aus dem Ausland unabhängig macht, näher gekommen.

10 Prozent des Solarstroms ist regional

Die Genossenschaft Elektra stellt für über 39 000 Einwohner in den Kantonen Bern und Solothurn die Versorgung mit Stromprodukten und Energiedienstleistungen sicher. Sie versorgt 22 Gemeinden, darunter im Kanton Solothurn Messen, Unterramsern, Teile von Buchegg und Lohn-Ammannsegg.

Die Elektra will weg vom Wachstumsgedanken, immer mehr Strom zu verkaufen, hin zu dezentraler Stromproduktion und effizientem Umgang mit Strom. Dies soll beispielsweise mit dem Bau von Solaranlagen, auch in Verbindung mit Stromspeichern und Elektromobilität erreicht werden. Mit fast 10 Prozent regional produziertem Sonnenstrom im 2016 liegt die Elektra viermal höher als der schweizerische Durchschnitt. (uby)

Positiv präsentiert sich die Umsatzzahl. Diese lag 2016 mit 35,7 Millionen Franken um 6,7 Prozent höher als im Vorjahr. Der Jahresgewinn liegt bei 4,7 Millionen Franken – kaum vergleichbar mit dem Vorjahr, in dem ein ausserordentlicher Rabatt an die Kunden ausbezahlt worden war. Die finanzielle Entwicklung der Elektra sei erfreulich, obwohl die Transformation zur zukunftsweisenden Energiedienstleisterin mit einem erheblichen Aufwand verbunden ist.
Intelligentes Stromnetz

Das gute Geschäftsergebnis dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Elektra in den kommenden Jahren weiter gefordert sein werde. Die Zeiten als reine Stromversorgerin seien vorbei. Die Elektra will noch effizienter werden und wird darum in den Netzausbau und in die Informatik investieren. Durch das 2016 gestartete «Smart grid compass»-Projekt soll auch das Elektra-Stromnetz schrittweise intelligenter werden.

«Die Elektra wird an der digitalen Transformation weiter teilhaben – das fordern der Markt und unser Anspruch, eine ganzheitlich denkende Energiedienstleisterin zu sein», sagt Elektra-Direktor Andreas Zimmermann. (uby/mgt)