Schiff ahoi! Mit Koffern bepackt, machte sich der Frauenchor mit seiner Präsidentin Brigitte Ulrich unter dem Motto «Rund ums Mittelmeer» auf seine musikalische Reise. Die originell dekorierte Mehrzweckhalle verriet mit Flaggen, Fischernetzen, Laternen, Schatztruhe und Hafenkneipe die angesteuerten Destinationen.

Zu Beginn versetzte die Bikini-Geschichte von «Itsy Bitsy Teenie Weenie» die erwartungsvollen rund 130 Mitreisenden in die richtige Stimmung. Ein dramatisches Liebesaus besangen die 30 Frauen unter der musikalischen Leitung von Regina Rast mit dem kroatischen Lied «Mala moja». Gefühlvolle Volkslieder liessen Griechenland erleben.

Das Ambiente in Neapel, am blauen Meer unter der goldenen Sonne und dem roten Wein in der Taverne, kam mit dem «Funiculi-Funicula» stimmungsvoll zum Ausdruck. Wohlklingend begleitete Robert Flury die Lieder am Klavier. Urs Schaad führte gewandt durchs Programm und untermalte die Lieder mit seinen verschiedensten Perkussionsinstrumenten.

Gastauftritt des Panflöten-Trios

Mit einem Instrumental-Intermezzo erfreute das Panflöten-Trio unter der Leitung von Romy Freudiger und Robert Flury am Klavier die Besucher. Perfekt ergänzten sie die Kreuzfahrt mit Ohrwürmern aus Italien, Spanien, Griechenland und Kroatien, alles Melodien zum Träumen.

Eindrücklich besang der Frauenchor anschliessend Mani Matters Drama vom «Sidi Abdel Assar». Die erforderten 220 Kamele trotteten dazu hörbar mit «Dung gu dunga» durch die Sahara. An der afrikanischen Küste ertönte das «Si ma ma kaa». Feurig, die Lebensgeister weckend, sang der Frauenchor – den spanischen Señoritas gleich – das «Espagna olé!». Ruhiger und getragen neigte sich der Tag zu Ende mit dem Andalusischen Abendlied. Da musste selbst Moderator Urs Schaad sein Taschentuch zücken, wie er sagte.

Die unterhaltsame Melodienfolge «Mittelmeer-Reise» mit vielen Tempo-, Rhythmus- und Dynamikwechseln forderte vom Chor nochmals volle Konzentration. Das Gemüt erfrischend, sangen die Frauen von Herzschmerz, Leidenschaft, Mondschein, Gitarren am Meer und von den weissen Rosen aus Athen. Mit dem riesigen Applaus bekundeten die Mitreisenden in der Mehrzweckhalle ihre Begeisterung. Ganz klar, dass die Frauenchor-Kreuzfahrt mit einem ausgiebigen, selbst kreierten Apéro endete.