Gerade mal eine Dreiviertelstunde dauerte die Gemeindeversammlung. Die 17 anwesenden Stimmbürger und Stimmbürgerinnen genehmigten die Jahresrechnung und die Gewinnerwendung diskussionslos und einstimmig. Sie wählten erneut die PKO Treuhand GmbH als externe Kontrollstelle für die Rechnungsprüfung und nahmen die Nachtragskredite zur Kenntnis.

Gemeindepräsident Beat Muralt führte zügig durch die Rechnung. Sie schloss mit einem Ertragsüberschuss von 477'380 Franken, wovon zusätzliche Abschreibungen von 417'255 Franken getätigt wurden. Die Abschreibungen gehen hauptsächlich zulasten der Gemeindestrassen. Der verbleibende Ertragsüberschuss von 60'125 Franken wird dem Eigenkapital zugeschlagen, das nun rund 6,1 Mio. Franken beträgt.

Abweichungen gegenüber dem Budget ortete der Gemeindepräsident vor allem bei den Steuereinnahmen mit einem Mehrertrag von 200'000 Franken. 8000 Franken weniger wurde für den baulichen Unterhalt der Mehrzweckhalle gebraucht. Der Finanzausgleich von 70'000 Franken (133'000 Franken im 2016) wird sich im nächsten Jahr nochmals deutlich reduzieren, da der Steuereingang gut war. «Da kommen wir nicht drum herum», beklagte sich Muralt.

Eine beträchtliche negative Differenz von 90'000 Franken ist bei der Sozialadministration der Sozialregion und dem Lastenausgleich Sozialhilfe zu verzeichnen. Hierfür musste die Versammlung einen Nachtragskredit zur Kenntnis nehmen. Muralt freute sich nicht nur über die gute Rechnung, sondern auch darüber, dass die Verwaltung personell und strukturell gut aufgestellt ist. «Wir sind in einer Schönwetterphase», stellte er fest.

Spezialfinanzierungen im Lot

Die Spezialfinanzierungen Wasser und Abwasser schlossen viel besser ab als vorgesehen. 32'000 beziehungsweise 113'000 Franken konnten dem jeweiligen Eigenkapital zugewiesen werden. Bei der Abfallbeseitigung hatte der Gemeinderat mit der Senkung der Grundgebühr von 80 auf 50 Franken bewusst ein negatives Resultat in Kauf genommen. So gab es einen Verlust von 6800 Franken. Mit 146'000 Franken ist diese Spezialfinanzierung jedoch immer noch im grünen Bereich.

Nettoinvestitionen erfolgten für 929'000 Franken. Davon ist der grösste Teil dem Schulhauserweiterungsbau geschuldet. Wie viel von den 50'000 Franken Akontozahlung an die Sanierung der Kriegstetten-/Gerlafingenstrasse zurückkommen wird, ist noch ungewiss. Der Kantonsrat diskutiert darüber, den Gemeinden 20 Prozent der Kosten zu erlassen.

Fertig zum Schulbeginn

Der Schulhauserweiterungsbau ist auf gutem Weg. Urs Loosli, Präsident der Spezialkommission Schulhausbau blickte auf den Baufortschritt seit dem Spatenstich im Oktober 2017 zurück. Aktuell ist der Bau nahezu abgeschlossen. Das Dach wartet auf Begrünung, die Umgebung Ost ist mit dem blauen Hartplatz fast fertiggestellt.

Im August werden die Räume bezugsbereit sein. Der Abbruch des Anbaus erfolgt in den Sommerferien. Danach geht es an die Sanierung des Altbaus mit geplanter Fertigstellung im Sommer 2019.