Einnahmenüberschuss
Oberdorf hat ein sattes Plus in der Rechnung 2016

Der Investitionsstopp hat sich auch auf die Rechnung 2016 ausgewirkt. Oberdorf weist einen Ertragsüberschuss von 307'950 Franken aus.

Patric Schild
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Der Gemeinde gehts gut. (Archiv)

Der Gemeinde gehts gut. (Archiv)

Rahel Meier

«Von den Zahlen her sind wir sehr zufrieden dieses Jahr», erklärte Patrick Schlatter, Gemeindepräsident von Oberdorf. Denn die Rechnung 2016 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 307'950 Franken, während lediglich ein Plus von 75 730 Franken budgetiert war. Somit beläuft sich das Eigenkapital neu auf 1.413 Mio. Franken. Die Investitionsrechnung schliesst mit einem Einnahmenüberschuss von 66 302.90 ab. Der Grund dafür ist, dass Oberdorf für das Jahr 2016 einen Investitionsstopp verhängt hatte. Die Geldflussrechnung zeigt, dass Oberdorf über einen positiven Cashflow verfügt und somit für zukünftige Investitionen wieder gewappnet ist, ohne Neuverschuldungen befürchten zu müssen. Die Nettoschuld pro Einwohner hat sich zudem von 2746 Franken im Jahre 2015 auf neu 2240 Franken verbessert, was gemäss Richtwert auf eine mittlere Verschuldung hinweist.

Schwierigkeiten bereitete der Gemeindeverwaltung hingegen das neu eingeführte Harmonisierte Rechnungsmodell 2 (HRM2). «Von Seiten des wichtigsten Partners, der die Software zur Verfügung stellen muss, hat es nicht geklappt», sagte Schlatter. Dies sei nicht gerade von Vorteil, wenn man es mit einer neuen Materie zu tun habe. Auch sonst hält sich die Freude über die Einführung der neuen Rechnungslegung stark in Grenzen. Die hohe Transparenz verlange, dass jeder einzelne Punkt herauslesbar sei.

Dies führe allerdings zu einer grossen Menge und zu hoher Komplexität. «Es ist daher fraglich, ob dies für Laien überhaupt noch verständlich ist», sagte Schlatter. Nachteilig wirkte sich zudem aus, dass Oberdorf immer als eine der ersten Gemeinden die Abschlüsse macht. « Es ist immer der erste, der alle Fehler melden muss und nicht die, die nachfolgend kommen», so der Gemeindepräsident. Dennoch will man in der kleinen Gemeinde am Jurasüdfuss an diesem Konzept festhalten und auch weiterhin die Jahresrechnung frühzeitig abschliessen.

Für die Vergabe der Architekturleistungen des Hallenbades wurden fünf Architekturbüros angeschrieben, wovon vier eine Offerte eingereicht haben. «Die Angebote wiesen eine grosse Spannbreite auf», erklärte Gemeinderat Johannes Dollinger. Denn die Offerten reichten inklusive Mehrwertsteuer von 143'000 Franken bis 223'000 Franken. Von den Zahlen her sei daher relativ schnell klar gewesen, wer vorne liegt, so Dollinger.

Bei einer solchen Differenz wurde jedoch noch mal ganz genau hingeschaut. Doch auch bei der Überprüfung der Rahmenbedingungen zeigte sich, dass alle vier Offerten die Kriterien erfüllen würden, und der Entscheid fiel einstimmig auf die kostengünstigste Variante.